***UPDATE***Landkreis Holzminden: ein Stück aus dem Tollhaus

Im Landkreis Holzminden plant ein Landwirt eine Hühnerfabrik mit 80.000 Tieren mitten in ein Naturschutzgebiet zu bauen.

Über 900 Einwendungen (auch dank des Einwendungsgenerator) haben 2011 dem Landkreis Holzminden gezeigt, dass ganz viele Menschen gegen die Agrarfabrik sind: mit sehr guten Argumenten. Dies führte dazu, dass der Landkreis dem Antrag Ende 2012 nicht genehmigt hat.

Diese Vorgehensweise hat das vom Landwirt angerufene Verwaltungsgericht 2013 bestätigt, u.a. weil notwendige Unterlagen von ihm nicht beigebracht worden sind.

In einem sehr fragwürigen Übereinkommen zwischen Landkreis und Landwirt wurde dann vereinbart, dass die fehlenden Unterlagen nachgereicht werden dürfen. Dabei hatte die Landrätin Schürzeberg (SPD) immer zugesagt, dass diese Unterlagen öffentlich einsehbar sind und ein öffentlicher Eröterungstermin (EÖT) stattfinden würde.

Nachdem die Mitstreiter der BI Tuchtberg – aber auch andere – mehrfach um Akteneinsicht gebeten hatten, wurde Ihnen dies von der Landrätin verwehrt. Für September 2014 hatte sie zu einem EÖT mit einer von ihr selektierten Auswahl von Einwendern eingeladen (für Abends 19:00 Uhr!!!) – in einen viel zu kleinen Raum.

Erst auf massiven Druck engagierter BI-Mitglieder bei den Kreistags-fraktionen und beim Umweltministerium in Hannover „knickte“ Landrätin Schürzeberg ein und sagte den EÖT ab und ließ alle Antragsunterlagen öffentlich auslegen. Alle 2011 erhobenen Einwendungen bleiben weiterhin gültig und werden in die erneute Entscheidungsfindung mit einbezogen.

Wie ein Landkreis – und an der Spitze die Landrätin – sich so peinlich und bürgerunfreundlich verhalten kann, ist mit rationalem Verstand nicht nachvollziehbar.

Nachfolgend die aktuellen Presseartikel:

 ***UPDATE 10.10.2014***:

 

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