Pressemitteilung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft): Ungenehmigte Geflügelschlachtungen wegen ruinöser Überschussproduktion?

Ungenehmigte Geflügelschlachtungen wegen ruinöser Überschussproduktion?

Berichte über gesetzeswidrige Überschreitung der genehmigten Schlachtzahlen durch die Wiesenhof Möckern GmbH nimmt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum Anlass, alle Landwirte erneut dringlich vor einem Einstieg in die agrarindustrielle Geflügelmast zu warnen. Die Vertragsmäster seien nicht nur beim Bezug der Küken, des Futters und der Medikamente sowie bei der Ablieferung der Schlachttiere extrem abhängig von den Schlachtkonzernen – angesichts des massiven Aufbaus von weiteren Überschüssen im Verdrängungskampf der Konzerne drohe eine massive Verschärfung der ohnehin ruinösen Situation. Die Überschreitung von genehmigten Schlachtzahlen sei dafür nur ein weiteres Indiz. Einige Puten-Schlachtkonzerne hätten ihren abhängigen Vertragsmästern bereits die zeitweise Stilllegung der Ställe nahegelegt.

 

Die AbL forderte Bundes- und Länder-Agrarministerien auf, keine weiteren Agrarfabriken mit ihrer Qualhaltung und Umweltschädigung mehr zu genehmigen. Der Genehmigungsstopp der niedersächsischen Landkreise Emsland, Oldenburg und Vechta bei fehlenden Brand- und Keimschutzgutachten sei dafür ein Vorbild, ebenso die Versagung der Genehmigungen für gewerbliche Mastanlagen durch den Landkreis Aurich. Der niedersächsische Landkreistag hatte kürzlich eine landesweite Regelung der Genehmigungspraxis verlangt.

 

(1.415 Zeichen)                                                                                  21.03.2011

 

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