Pressemitteilung 02-10 der CI {CalenbergerInitiativen} vom 21.11.2010

Netzwerk gegen Massentierställe legt Schwerpunkte fest

Die CI – {CalenbergerInitiativen} Netzwerk gegen Massentierhaltung hat sich vergangenen Sonnabend erneut in Eldagsen (Stadt Springe) getroffen und ein

Arbeitsprogramm mit einigen vorrangingen Schwerpunkten festgelegt.

Die CI – {CalenbergerInitiativen} Netzwerk gegen Massentierhaltung ist ein Zusammenschluss von gut einem Dutzend Bürgerinitiativen und Organisationenaus dem Calenberger Land. Die Mitglieder kommen aus den Städten und Gemeinden Bad Münder, Barsinghausen, Diekholzen, Garbsen, Gehrden, Hannover,Neustadt, Nordstemmen, Pattensen, Seelze, Springe, Wennigsen und Wunstorf. Man repräsentiert gut 20.000 Mitglieder und Unterstützer.

Zunächst einmal legt die CI Wert darauf, dass die einzelnen Mitgliedsinitiativen und Organisationen weiterhin Ihre Eigenständigkeit bewahren. Auch wird die CI parteipolitisch neutral sein und bleiben. Als Name der überörtlichen Initiative wurde CI – {CalenbergerInitiativen} Netzwerk gegen Massentierhaltung einmütig vereinbart.

Erstes vorrangiges Ziel der CI ist, die BIM [BürgerInitiative Munzel] e.V. bei ihrem Widerstand gegen die geplante Hähnchenmastanlage massiv zu unterstützen.

„Wenn die Mastanlage in Groß Munzel verhindert wird, hat dies einen Dominoeffekt für die anderen geplanten und beantragten Mastställe zur Folge“, erklärtMichael Hettwer für die CI, der gleichzeitig auch Vorsitzender der BIM [BürgerInitiative Munzel] e.V. ist. Da der Antrag am kommenden Mittwoch in die öffentlicheAuslegung geht und Einwendungen dagegen bis spätestens 6. Januar 2011 – Eingangsdatum – schriftlich an die Region Hannover bzw. Stadt Barsinghausen erfolgen müssen, war man sich innerhalb der CI sofort und ohne Diskussion einig, dass alle beteiligten BI die Munzler bei der Erarbeitung bei den Einwendungen unterstützen.

„Hierfür ist die BIM sehr dankbar und es zeigt sich, dass der Sinn einer Vernetzung von allen erkannt worden ist.“, hebt Michael Hettwer erfreut hervor.

Gleichzeitig ist man einig darin, dass die Genehmigungsbehörden aufgefordert werden, die Genehmigungspraxis des Landkreises Emsland unverzüglich anzuwenden.

Mehrere Bürgerinitiativen hatten noch unabhängig voneinander den Präsidenten der Region Hannover, Hauke Jagau, angeschrieben und ihn aufgefordert, zum Schutzder Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren sofort zu handeln. Dazu Hettwer: „Das der Regionspräsident nach nunmehr vier Wochen immer noch nicht geantwortet hat, ist vollkommen unangemessen und kein Zeichen von bürgerfreundlichem Handeln der Regionsverwaltung. Aussitzen kann Herr Jagau dieses Thema sicherlich nicht“.

Die CI werde jetzt energisch über mehrere Wege versuchen, mit Jagau kurzfristig ins Gespräch zu kommen.

Man werde seitens der CI nicht nachlassen, die Verwaltungsspitzen im Landkreis Hildesheim und in der Region Hannover hier zu fordern und in ihrem Handeln explizit zu kontrollieren. Gerade die konsequente Einhaltung der Brandschutzbestimmungen in der Niedersächsischen Bauordnung, die unbedingte Beachtung des Tierschutzgesetzes und der Schutz der Menschen vor Gesundheitsschäden steht hier im Vordergrund.

Die CI verfüge durch ihre gute Vernetzung über ein großes Fach- und Hintergrundwissen. Dabei ist es hilfreich und auch motivationsfördernd, wenn sich externe Experten  melden und ihr großes Fachwissen zur Verfügung stellen.

Veranstaltungen der einzelnen Bürgerinitiativen werden von den Mitgliedsinitiativen der CI unterstützt, alle Termine der CI-Mitgliedsinitiativen zentral geführt, auch um Terminüberschneidungen zu vermeiden, und auf der Internet-Seite www.buerger-massen.de veröffentlicht.

Eine CI-Veranstaltung zur Aufklärung bestehender massiver Gefahren die durch Antibiotikaresistenzen durch die erheblich gesteigerte Medikamentengabe in der Masttierhaltung mit ausgewiesenen Experten ist in Vorbereitung. Sie wendet sich an die Bevölkerung aber gerade auch an die Mediziner, Apotheker und Krankenhausbeschäftigte.

Gespräche mit der Arbeitsgemeinschaft „Land und Tier“ der Partei DIE GRÜNEN auf Regionsebene sind eingeleitet. Ebenso die weitere Information der Bevölkerung durch Teilnahme an Sendungen lokaler Radiostationen. Mit weiteren Medien ist die CI im Kontakt.

„Wir stehen natürlich unter einem erheblichen Zeitdruck, da uns die Vorschriften bei den Genehmigungsverfahren hier nur einen engen Zeitrahmen erlauben. Aber durch die spontane und selbstlose Unterstützung untereinander werden wir dies bewältigen“, gibt sich Hettwer optimistisch.

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