Fleischmulti Vion schließ seinen Schlachthof in Lingen

Wie die NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) heute (05.03.2014) in einem Zeitungsartikel berichtet, schließt der Fleischkonzern Vion seinen Schlacht im emsländischen Lingen. Dabei werden weit über 200 Arbeitsplätze am Standort Lingen wegfallen.

Interessant ist die Pressemitteilung von Vion, in der es u.a. heißt „Auch verstärkte Anstrengungen, im Export zusätzliche Aufträge zu generieren, konnten die entstandenen Vermarktungslücken nicht schließen.“ Damit bestätigt Vion, dass man in Deutschland Umsatzrückgänge nicht durch Exporte im Ausland ausgleichen konnte. da stellt sich dem Beobachter die Frage, wie sich denn der Bau immer größeren Mastbetriebe für Schweine wirtschaftlich noch rechnen kann, wenn einer der größten Fleischkonzerne in Europa (übrigens mehrheitlich im Besitz von ca. 20.000 Bauern aus den Niederlanden) es nicht schafft, seine Kapazitäten auszulasten.

Seinen 50-%-Anteil am Schlachthof in Prüm/Eifel (Rheinland-Pfalz) hat Vion verkauf, wie heute den Medien zu entnehmen war.

Auch die Tatsache, dass Vion nicht mehr genug Schweine aus den Nieder-landen erhält, läßt auf sehr große wirtschaftliche Schwierigkeiten schließen. Ob die Bauern Angst haben, kein Geld mehr von Vion zu halten?

Übrigens: im Vion-Aufsichtsrat ist u.a. der Präsident des Niedersächsichen Landvolk e.V., Hilse.

Zudem waren vor wenigen Tagen im Vion-Schlachthof in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) Durchsuchungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt geworden, die zur Schließung des gesamten Betriebes geführt haben. Angeblich soll bereits seit 2012 gegen Vion ermittelt werden, wie der NDR berichtet. Bis heute (05.03.2014) ist der Schlachthof immer noch geschlossen, wie Medien berichten.

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