ARD-Fernsehen 10.07.2014: Antibiotika in der Tiermast

Das ARD-Magazin Report berichtete am 10.07.2014 unter dem Titel „Antibiotika in der Tiermast | Lukratives Geschäft für Tierärzte“ über den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast und den unseligen Teufelskreis zwischen Pharmaindustrie, Tierärzten, Tiermästern und Verbrauchern sowie der Umwelt.

Dabei wurde deutlich, dass das so genannte Dispensierrecht (das bedeuetet, dass der Tierarzt nicht nur die Antibiotika verschreibt, sondern sie auch gleich verkauft. Somit hat somit bei häufiger Verschreibung natürlich auch ein größeren finanziellen Nutzen) die Tierärzte animiert, mehr zu verschreiben als tatsächlich notwendig wäre. Und die Pharmaindustrie tut aus egoistischen Eigeninteressen ein Zusätzliches, in dem sie den Veterinären Mengenrabatt gewährt – je  größer die abgenommene Menge an Antibiotika desto mehr Geld für den Tierarzt).

Ein Gruppe von Tierärzten haben sich im Tierärztichen Forum für verantwortbare Landwirtschaft zusammengeschlossen und ein Positionspapier erarbeitet. Wundert es noch jemand, dass die Standesorganisation der Tierärzte (Bundestierärztekammer und die Tierärztekammern der einzelnen Bundesländer) diesen kritischen und courgaierten Tierärzten keine Plattform zur Darstellung ihrer Kritik und Thesen bietet? Armselig und feige ist das Vorgehen die Tierärztekammern und zeigt einmal mehr, wie stark das Geflecht zwischen Phramaindustrie, Agrar- und Lebenmittelindustrie und deren Helfershelfern in Bauernverband und anderen Lobbygruppen ist.

Dieser unselige und für die Gesundheit von Mensch und Tier und den Zustand unserer Umwelt schädliche Kreislauf muss und wird zerbrochen werden. Denn was das Problem der Antibiotika-Resistenzen vor uns Menschen bedeutet, hat der WDR in einer 45-minütigen Reportage der Sendereihe „die story – Antibiotika ohne Wirkung?“ am 07.07.2014 gezeigt.

Wer die Problematiken der Antibiotika-Resistenzen in den Krankenhäusern und Arztpraxen kennt, muss erkennen, dass der Schutz der Menschen, der Tier und der Umwelt vor den finanziellen Eigeninteressen einiger weniger gehen muss.

Dazu paßt die Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung die  eng mit  mit dem Tierärztlichen Forum für eine verantwortbare Landwirtschaft zusammen-arbeitet.

 

 

 

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