Zu viel Gülle – Landkreis Emsland braucht Fläche so groß wie der Bodenseee

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) hat laut einem Beitrag des NDR in einen Bericht vorgelegt, in dem festgestellt wurde, dass im Emsland deutlich zu viel Gülle auf die Felder ausgebracht worden sind. Über 8.000 Hektar Fläche fehlt, um die im Emsland anfallende Gülle, ordnungs-gemäß zu verbringen. 

5.5000.000 Tonnen (oder 5,5 Milliarden kg) Gülle und Gärreste müssen allein im Landkreis Emsland durch die Massentierhaltung und Biogasanlagen als so genannter Nährstoff entsorgt werden.

Für diese unvorstellbaren Mengen (nur in einem Landkreis im Nordwesten Niedersachsens – der viehdichtesten Region Europas) fehlen 57.000 Hektar Fläche, wenn denn die Gülle gemäß den zukünftigen staatlichen Vorgaben entsorgt werden soll – dies entspricht der Größe des Bodensees.

Bei diesen Zaheln muss gefragt werden, was denn in der Vergangenheit bis heute mit dem Boden und dem Grundwasser geschehen ist, wenn einfach eine ganz erhebliche Überdüngung stattgefunden hat (bzw. haben muss)?

Dass der Zustand des Grundwasserkörpers in Niedersachsen schlecht ist, belegt eine Veröffentlichung des Umweltministeriums Niedersachsens.

Und hier  die Auswirkungen durch die Nitratbelastungen.

Es wird deutlich, dass dort, wo die Massentierhaltung am exessivsten ist, die Belastungen für Menschen, Tiere und Umwelt am größten sind.

Allein deshalb treten so viel Menschen in Bürgerinitiativen, Umweltorgani-sationen, Verbänden und Vereinigungen gegen die agroindustrielle Massentierhaltung ein.

 

 

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