Unsere Themen für die kommenden Monate sind vielfältig und mehr als genug:

z. B. Tierschutz

Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz (GG) verankert.

Trotzdem wird immer noch massiv gegen grundlegende Bestimmungen des Tierschutzgesetzes (TierSchG) verstoßen, auch weil offensichtlich bei der viel zu geringen Anzahl von Kontrollen das Risiko einer Entdeckung gering ist. Insbesondere betrifft dies auch immer wieder Verstöße bei Tiertransporten, wie jüngst eine Kontrolle auf der A2 im Kreis Rotenburg zeigte. Mehr als ein Viertel der kontrollierten Fahrzeuge wurde beanstandet. Dabei hatten, neben anderen Auffälligkeiten, etliche Fahrzeuge deutlich mehr Tiere geladen als erlaubt. Für die einzelnen Tiere stand damit weniger als die geforderte Fläche zur Verfügung.

Hier effiziente, ausreichende Kontrollen und die Durchsetzung geltenden Rechts einzufordern, ist eine unserer Aufgaben.

z. B. Grundwasser

Auch wenn in Barsinghausen die Entscheidung für eine Wasseraufbereitung nach dem Carix-Verfahren (Herausfiltern von u.a. Nitrat) aus dem Grundwasser gefallen ist, gehen unsere Forderungen nach einer Verschärfung der Düngeverordnung und einer Eindämmung des „Gülletourismus“ zum Schutz der Grundwasserressourcen weiter.

z. B. Medizin

Obwohl die Verbreitung multiresistenter Keime (widerstandsfähig gegen die meisten Antibiotika) ständig zunimmt und jedes Jahr in Deutschland ca. 2.400 Menschen sterben (ca. 33.000 in der Europäischen Union), weil weder die gängigen Antibiotika noch die sogenannten Reserve-Antibiotika bei diesen Patienten anschlagen, ist der Einsatz dieser Reserve-Antibiotika in der Tiermast noch immer erlaubt.

Führende Gesundheitspolitiker wie Karl Lauterbach fordern, Reserve-Antibiotika für die Tiermast grundsätzlich zu verbieten. Die Organisation Germanwatch hat ebenfalls Bund und Länder dazu aufgerufen, sich stärker für eine Verringerung des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft einzusetzen. Die besonders wichtigen Reserve-Mittel sollten in der industriellen Tierhaltung komplett verboten werden.
„Sonst werden in Zukunft viele Menschen sterben, damit wir heute billigeres Fleisch haben“
Zitat: Karl Lauterbach.

Hartmut Karpa

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