Pressemitteilung der BIM [BürgerInitiative Munzel] e.V. vom 18.11.2011: BIM fordert Moratorium bei Genehmigungsverfahren für Agrarfabriken

BIM fordert Moratorium bei Genehmigungsverfahren für Agrarfabriken

In einem Fax an Regionspräsidenten der Region Hannover, Hauke Jagau, hat der Vorsitzende der BIM – [BürgerInitiative Munzel] e.V. , Michael Hettwer, angesichts der bedrohlichen Meldungen im Zusammenhang mit Gesundheitsgefahren die aus Mastställen stammen, gebeten, die Möglichkeit eines Moratoriums zu prüfen, um die Menschen der Region Hannover zu schützen.

Im Barsinghäuser Ortsteil Groß Munzel plant ein Landwirt seit über 1 ½ Jahren zwei Mastställen für knapp 85.000 Hühner. In der Region Hannover sind weitere Anträge für Massentierhaltungsanlagen im Genehmigungsverfahren, so u.a. in Seelze-Dedensen und Springe-Boitzum.

Hettwer regt bei Jagau zusätzlich an, dass die Region Hannover die verpflichtende Vorlage eines Gutachtens seitens der Antragsteller einfordert, aus dem belastbar hervorgeht, dass aus den beantragten Massentierhaltungsanlagen keinerlei Gefahren für das Leben und die Gesundheit der Menschen besteht.

In einem zweiten Fax an Jagau geht Hettwer speziell auf die in Groß Munzel geplanten beiden Ställe ein. Dabei verweist er auf von ihm eingesehene Unterlagen die nach dem Erörterungstermin vom 08.03.-10.03.2011 in Barsinghausen bei der Region Hannover eingegangen sind. Darunter sind auch Stellungnahmen aus diversen Abteilungen der Region selbst, die – nach Hettwers Ansicht – teilweise im Widerspruch zu den Aussagen im Erörterungstermin stehen. Er hat bei Jagau – nochmals – gefordert, im Genehmigungsfall den Einbau von Filtertechnik zur Bedingung zu machen.

 „Letztendlich wird die Politik auf Landes- und Bundesebene eine Änderung der Gesetze – die Massentierhaltungsanlagen regeln – vornehmen müssen, wenn es den Politikern ernst damit ist, dass sie Schaden von den Menschen abwenden wollen“, erklärt Hettwer , der hofft, dass die Regonsspitze dem Beispiel anderer Landkreise folgt, die couragiert – trotz der bestehenden Gesetzeslage, die vermeintlich nur die Antragsteller bevorzugt – den Schutz der ihnen anvertrauten Menschen vor den finanziellen Interessen Einzelner vorzieht.“

 

Nachfolgend die beiden Schreiben an Regionspräsídent Hauke Jagau (Links unten bitte anklicken):

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