Pressemitteilung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft) vom 07.06.2011: AbL fordert Suche nach EHEC-Ursachen auch in agraindustrieller Tierhaltung

AbL fordert Suche nach EHEC-Ursachen auch in agrarindustrieller Tierhaltung

 

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) teilt die berechtigten Sorgen und die Unsicherheit der Verbraucher hinsichtlich der Ursachen der schlimmen EHEC-Erkrankungen und fordert die Verantwortlichen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene zu einer verstärkten und noch besser koordinierten Suche nach den Ursachen und Verbreitungswegen auf. Dies liege auch im Interesse aller landwirtschaftlichen Erzeuger, bei denen derzeit vor allem deutsche und spanische Gemüsebau-Betriebe massiv unter den Folgen der EHEC-Krise zu leiden hätten. AbL-Sprecher Eckehard Niemann begrüßte die zeitnahe Information der Verbraucher über vermutete EHEC-Quellen, umso wichtiger sei dann aber eine zeitnahe und ausreichende Hilfe für die von der Absatzkrise betroffenen Betriebe, die völlig unschuldig an dieser Krise seien.

Die Entstehung der offenbar neu entstandenen und besonders aggressiven EHEC-Variante sei noch unbekannt, umso mehr seien die Hinweise renommierter Wissenschaftler ernst zu nehmen, dass diese Mutanten möglicherweise in der agrarindustriellen Tierhaltung, Verarbeitung oder Futtermittel-Herstellung entstanden seien. Es sei auch bei dieser Krise deutlich geworden, wie verschlungen und intransparent die Wege der globalen und industriellen Agrarproduktion seien. Es sei schlimm, dass erst in Zusammenhang mit solchen Skandalen durch Recherchen aufgedeckt werde, welch ökologisch, hygienisch und sozial fragwürdige Produktionsbedingungen in manchen Bereichen der Agrarindustrie vorherrschten. Die Forderung nach überschaubaren, regionalen und betrieblichen Kreisläufen und bäuerlichen Strukturen gewinne vor diesem Hintergrund weiter an Bedeutung.

 

1.735 Zeichen                                                                                             07.06.2011

 

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