
DLZ 24.11.2010 SPD ZUR MASSTIERHALTUNG:"WIR MÜSSEN STEUERND EINGREIFEN"
Deister Aktuell vom 24.11.2010:
Gemeinsam aktiv werden
Das Netzwerk gegen Massentierställe legt jetzt erste Schwerpunkte fest
Die „CalenbergerInitiativen (CI), Netzwerk gegen Massentierhaltung” hat im Verlauf ihrer letzen Sitzung ein Arbeitsprogramm mit vorrangingen Schwerpunkten festgelegt. Die CI ist ein Zusammenschluss von gut einem Dutzend Bürgerinitiativen und Organisationen aus dem Calenberger Land, die sich gegen Massentierhaltung aussprechen.
Eines der aktuellen Hauptziele der neuen CI ist die Unterstützung der BürgerInitiative Munzel bei ihrem Widerstand gegen die geplante Hähnchenmastanlage. „Wenn die Mastanlage in Groß Munzel verhindert wird, hat dies einen Dominoeffekt für andere geplanten und beantragten Mastställe zur Folge“, erklärt Michael Hettwer für die CI, der gleichzeitig auch Vorsitzender der BürgerInitiative Munzel ist.
Gleichzeitig ist man einig darin, dass die Genehmigungsbehörden aufgefordert werden, die Genehmigungspraxis des Landkreises Emsland unverzüglich anzuwenden. Mehrere Bürgerinitiativen hatten noch unabhängig voneinander den Präsidenten der Region Hannover, Hauke Jagau, angeschrieben und ihn aufgefordert, zum Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren sofort zu handeln. Dazu Hettwer: „Das der Regionspräsident noch nicht geantwortet hat, ist vollkommen unangemessen“. Die CI werde jetzt energisch über mehrere Wege versuchen, mit Jagau kurzfristig ins Gespräch zu kommen. Die CI verfügt durch ihre gute Vernetzung über ein großes Fach- und Hintergrundwissen. Dabei, so betont Hettwer, sei es hilfreich und auch motivationsfördernd, wenn sich externe Experten melden und ihr Fachwissen zur Verfügung stellten. Veranstaltungen der einzelnen Bürgerinitiativen werden von den Mitgliedsinitiativen der CI unterstützt, alle Termine der Mitgliedsinitiativen werden dabei zentral geführt und auf der Internetseite www.buerger-massen.de veröffentlicht.
„Wir stehen natürlich unter einem erheblichen Zeitdruck, da uns die Vorschriften bei den Genehmigungsverfahren nur einen engen Zeitrahmen erlauben. Aber durch die spontane und selbstlose Unterstützung untereinander werden wir dies bewältigen“, gibt sich Hettwer optimistisch.
vom 24.11.2010
