DA vom 27.10.2010:
Große Mastanlagen verhindern
BürgerInitiative Munzel will dem Beispiel des Landkreises Emsland folgen
GROSS MUNZEL (ed). Die Bürgerinitiative aus Groß Munzel fordert in einem Schreiben Regionspräsident Hauke Jagau auf, die Region Hannover solle umgehend dem Beispiel des Landkreises Emsland folgen, von allen Antragstellern von Mastställen ein zusätzliches Gutachten über Gesundheitsbelastungen bei Stallbauten zu fordern.
Dazu stellt der Sprecher der Munzeler Bürgerinitiative, Michael Hettwer fest: „Endlich hat ein erste Genehmigungsbehörde endgültig die Reißleine gezogen und anerkannt, dass von Mastställen doch eine größere Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung ausgeht, als man bisher zugeben wollte.” Die BI Munzel fordert in einem Schreiben an Jagau das gleiche Recht für die Einwohner in der Region Hannover ein.
Hettwer appelliert, sofort eine Auszeit bei der Bearbeitung vorliegender Anträge zur Errichtung von Mastställen zu nehmen und sich der Entscheidung des Landkreises Emsland anzuschließen.
„Wenn die Region nichts unternimmt, wird das Risiko für die Region Hannover und übrigens auch für die Landwirte, weil sie keine Planungssicherheit mehr haben immer größer, dass höchstrichterliche Entscheidungen kassiert werden“, gibt Hettwer zu bedenken.
Der Munzler, der mit seiner jungen BI vor gut vier Wochen gestartet ist, das Bauvorhaben des Landwirts Arnd von Hugo in Barsinghausen-Groß Munzel zu verhindern, sieht sich mit seinen Widerständlern auf einem richtigen Weg. Mittlerweile habe man weit über 1.000 Unterschriften besorgter Bürger aus den Städten Barsinghausen, Seelze und Wunstorf, aber auch aus fast allen anderen Teilen der Region Hannover und sogar darüberhinaus erhalten.
vom 27.10.2010 |
BIM erzielt sehr gutes Ergebnis
GROSS MUNZEL/WUNSTORF (ed). Der Stand der BürgerInitiative Munzel informierte vor Kurzem in Wunstorf-Kolenfeld über das Thema der Massentierhaltung. Dabei wurde ein positives Ergebnis erzielt. Knapp 200 Unterschriften konnten gesammelt werden, das bedeutet, die Bürgerinitiative verfügt nun über eine Gesamtunterschirftenzahl von über 1.400. Zusätzlich konnten 30 neue Mitglieder gworben werden, wodurch sich die gesamte Mitgliederzahl auf 117 erhöht. BIM-Mitglied Matthias Baum aus Kolenfeld.
Foto: privat
vom 27.10.2010 |
Resolution zustimmen
Bürgerinitiative bittet CDU-Fraktion um Zustimmung
BARSINGHAUSEN (ed). In einer Pressemitteilung von Michael Hettwer, von der Bürgerinitiative Munzel, kurz Bim, heißt es, dass die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Barsinghausen gebeten werde, einer Resolution zu zustimmen. Dies solle bei der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, dem 28. Oktober, geschehen.
Hettwer habe für die CDU-Fraktion zwei Pressemitteilung des Landkreises Emsland vom 22. sowie einen Zeitungsartikel der Oldenburger Volkszeitung vom 21. Oktober als Anlage beigefügt. Daraus ergäbe sich, dass der Landkreis Emsland, Gesundheitsschäden die durch Mastställe entstehen können, nicht mehr ausschließe. In zwei Gerichtsentscheidungen des Oberverwaltungsgerichtes Münster, aus den Monaten Januar und Mai, sei der Gesundheit der Bevölkerung Vorrang geboten worden. Insofern dürften sich die gewählten Vertreter der Stadt Barsinghausen ihrer Verantwortung gegenüber den Einwohnern nicht entziehen. Vollkommen unabhängig davon, ob die städtische Verwaltungsebene eine Entscheidungsbefugnis habe. Die eindeutige politische Aussage – sich durch die Zustimmung zur Resolution unter anderem dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung nicht zu entziehen – hätte eine sicherlich hohe Signalwirkung für die Bevölkerung. Parteifreunde der CDU hätten im Rat der Stadt Springe einer fast identischen Resolution, vor etwa vier Wochen zugestimmt und die CDU-Fraktion in der Regionsversammlung der Region Hannover habe ebenfalls eine ablehnende Haltung zu Massenmastanlagen, nachzulesen in einem Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, erklärt.
vom 27.10.2010
Nutztierbetrieb besichtigen
Landwirt von Hugo lädt zur kritischen Betrachtung ein
GROSS MUNZEL (ed). In einer Pressemitteilung lädt Landwirt Arnd von Hugo alle Bürger zu einer Besichtigung des Versuchsbetriebes der Tierärztlichen Hochschule in Ruthe ein. Dort werde die praktisch übliche Broilerhaltung gezeigt. Treffpunkt ist am Sonnabend, dem 30. Oktober, um 9 Uhr, an der Volksbank in Groß Munzel. Interessierte melden sich unter ruthe2010@gmx.de an und teilen mit, ob sie ein Auto stellen oder eine Mitfahrgelegenheit suchen. Die Diskussion um die Geflügelhaltung in Groß Munzel werde derzeit intensiv geführt. Während auf der einen Seite die Bürger eine Verschlechterung Ihrer Lebensqualität befürchten, wolle von Hugo mit dem Einstieg in die Veredlung, den Betrieb auf ein weiteres Standbein stellen und den Nährstoffkreislauf seines Betriebes schließen. Der Landwirt möchte die Diskussion versachlichen und Missverständnisse aufklären. Der Versuchsbetrieb in Ruthe biete die Gelegenheit, sich einen Überblick über verschiedene Formen der Tierhaltung – sowie einen Eindruck über das Haltungsverfahren zu verschaffen sowie das Wohlbefinden der Tiere und die Belastung durch Gerüche zu erfahren. Dem Landwirt sei bewusst, dass der Besuch den Vorwurf provozieren würde, der Betrieb in Ruthe sei lediglich ein Lehr- jedoch kein Praxisbetrieb. Allerdings fände die Haltung der Tiere dort unter den üblichen Bedingungen statt. Aus hygienischen Gründen sei die Besichtigung von anderen Nutztierbetrieben mit größeren Besuchergruppen schwierig.

