Wissenschaftliche Studie: Böden in Teilen der EU stark mit Antibiotika belastet

Böden in Teilen der EU stark mit Antibiotika belastet

Samstag, 07. April 2012

Eine neue Studie analysiert die Verseuchung der europäischen Böden durch Antibiotika. Diese werden in der Massentierhaltung in großem Umfang eingesetzt. Die Antibiotika gelangen auf die Felder, wenn die Gülle der Tiere als Dünger auf den Feldern verteilt wird.

Die StudienautorInnen haben die europäischen Flächen in kleine, zehn Kilometer lange und breite Zonen eingeteilt und für diese die Verseuchung der Böden errechnet. Der Grad der Verseuchung hängt dabei nicht nur von der Menge der Antibiotika ab, sondern auch von deren Art: Manche sind nur schwer abbaubar und haften länger und stärker als andere an den Böden.

Die WissenschafterInnen konzentrierten sich in ihrer Studie auf zwölf unterschiedliche Antibiotika, die als Futterbeigaben für Schweine und Kühe verwendet werden. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die landwirtschaftlichen Flächen in Belgien, Irland, Dänemark, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden am meisten verseucht sind. In Bulgarien, Griechenland und in Schweden ist das Risiko geringer.

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse enthält der Newsletter „Science for Environment Policy“ der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission. [UWD]


Science for Environment Policy: Antibiotic contamination of soils mapped across Europe (pdf)

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