Pressemitteilung der AbL vom 17.09.2011: Erster deutscher Handelskonzern ohne „Wiesenhof“-Artikel

Erster deutscher Handelskonzern ohne „Wiesenhof“-Artikel

Unter dem Eindruck des ARD-Reports zum „System Wiesenhof“ und der dabei gezeigten Bilder über die Qualhaltung von Tieren hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) an alle Verbraucherinnen und Verbraucher appelliert, vom Kauf agrarindustriell erzeugter Geflügelprodukte konsequent Abstand zu nehmen und deren Auslistung zu fordern.

Der niedersächsische AbL-Landesvorsitzende Martin Schulz rief dazu auf, möglichst direkt bei Bauern zu fairen Preisen einzukaufen und in den Supermärkten, Metzgereien, Restaurants und Kantinen sehr nachdrücklich nach Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu fragen. Genügend Platz und Auslauf für die Tiere gebe es z.B. auf Bio- oder Neulandhöfen oder auf „Label-Rouge“-Betrieben („Nature & Respect“). Als preisgünstiger Kompromiss akzeptabel seien auch die demnächst angebotenen Erzeugnisse mit dem silbernen Tierschutzsiegel, bei denen die Tiere zumindest mehr Platz und einen Kaltscharr-Raum angeboten werde.

„Die Handelsunternehmen haben bereits die Eier aus Käfighaltung aus ihren Regalen verbannt“, so AbL-Landwirt Schulz, „nun muss auch Geflügelfleisch aus Agrarfabriken raus aus den Kühltruhen!“ Die AbL begrüßte die Entscheidung großer Schweizer Handelskonzerne, alle „Wiesenhof“-Produkte auszulisten. …* . Derzeit laufe eine Flut von E-Mails bei Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Real und anderen  Handelskonzernen ein – mit der dringlichen Aufforderung zur Auslistung von „Wiesenhof“-Artikeln.

(1.605 Zeichen)                                                                                      17.09.2011

 

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