NDR: Schweinehaltern stinkt neue Gülle-Verordnung

Dass den Betreibern von Tierfabriken die neue – unzureichende – Verordnung zur Meldung von Gülle „stinken “ verwundert kaum noch jemand ernsthaft.

Wer als Agrarindustrieller nur seinen persönlichen Vorteil im Auge hat und nicht den Schutz seiner Mitmenschen und unser aller Umwelt als höchste Priorität ansieht, der mag sich immer noch auf die laxen Vorschriften und die im Prinzip so gut wie gar nicht vorhandene Kontrolle stützen.

Auf Dauer wird dies jedoch nicht mehr so weiter gehen, da jetzt sogar auch die der  Agrarindustrie  sehr nahe stehende Landesregierung von Niedersachsen – aus welchen Motiven heraus auch immer – meint, die Reißleine ziehen zu müssen.

Dabei weisen die Gegner der industriellen Tiermast seit ganz langer Zeit darauf hin, dass die Ausbringung von Gülle, Hühnermist und den Gärresten aus den so genannten Biogasanlagen viel strenger überwacht und reglementiert gehört.

Hierzu der offene Brief  des LANDESNETZWER NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken vom 25.02.2012, Punkt 5an Agarminister Lindemann120525 LN NDS BSA OFFENER BREIF AN ML GERT LINDEMANN.

Immerhin scheint Agrarminister Lindemann (CDU) erkannt zu haben, dass das unkontrollierte Ausbringen von Gülle usw. eine erhebliche Gefahr für das Grundwasser darstellt (weite Teile im Westen Niedersachsen haben massive Probleme mit den Brunnen für die Wassergewinnung).

Nur, die jetzt von Lindemann verkündete Verordnung und die angekündigten Gespräche zur Eindämmung des Gülleimports aus den Niederlanden, sind leider nur ein halbherziger Schritt, um die Menschen und die Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen dieses durch die agroindustrielle Tiermast systembedingten „immer mehr und immer größer“ zu schützen.

Zum Bericht des NDR und weiteren Medienbereichten gelangt man durch Anklicken der nachfolgenden Links:


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