NDR-Internetseite 30.07.2011: Lindemann will neue Tierfabriken ausbremsen

Wie der NDR auf seiner Internetseite berichtet, will Agrarminister Lindemann (CDU) neue agroindustrielle Tierfabriken für Schweine- und Hähnchenmast „ausbremsen“. Zumindest in besonders belasteten Regionen.

Ställe mit mehr als 2.000 Schweinen, 800 Rindern bzw. 40.000 Stück Geflügel sollen den Plänen zu Folge verboten werden.

Diese Regionen sind nach Vorstellung von Lindemann lediglich die Gebiete im Emsland, Cloppenburg, Vechta und in der Grafschaft Bentheim, weil dort pro Hektar Fläche mehr als 2  Großvieheinheiten (GVE) aufweisen.

Es sicherlich kein Zufall, dass in diesen Gebieten mit  traditionell hohen CDU-Wählerstimmen, die Bewohner vor den negativen Auswirkungen der agroindustriellen Tierfabriken jetzt Schutz erfahren sollen, während in den meisten anderen Landesteilen Niedersachsens die Anwohner weiterhin um ihre Gesundheit fürchten müssen und die Umwelt (Luft, Böden, Gewässer und Grundwasser) weiter vergiftet werden soll.

Will man mit diesen Ankündigungen seitens der CDU und Landesregierung kurz vor den anstehenden Kommunalwahlen in den CDU-Hochburgen retten, was zu retten ist? Denn die Menschen in Nordwestniedersachsen sind nicht mehr bereit, unter den  Auswirk-ungen einer verfehlten und ausufernden Landwirtschaftspolitik  zu leiden.

Während grundsätzlich die geplante Beschränkung der Privilegierung für Großmastställe ein Schritt in die richtige Richtung sein kann,  ist jedoch ist es nur ein kleiner Schritt, dem weitere, größere folgen müssen.
Denn: die Begrenzung nach Hektarflächen und GVE ist willkürlich und berücksichtigt in keiner Weise die  wissenschaftlich erwiesenen Gefahren, die von den Tierfabriken ausgehen.
Und: Wie will man den Menschen zum Beispiel in der Region Hannover erklären, dass Mastställe mit 84.000 Hähnchen weiter priviligiert sind, aber in Vechta nicht mehr?

Recht muss überall gleich sein, egal ob für Menschen in Vechta  oder in Barsinghausen.

Zum Lesen des NDR-Berichts bitte den nachfolgenden Link anklicken:

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