„Horror-Zahlen“: 1.734 Tonnen Kilogramm Antibiotika in der Tiermast

Im Jahr 2011 sind nach Auskunft des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 1.734 Tonnen Antibiotika in der Tiermast verabreicht worden.

Dies ist deutlich mehr als die bisher bekannt gewordenen Mengen, deren Verbrauch von Experten aber schon deutlich als zu hoch eingeschätzt wurden.

Damit ist für viele Kenner der Agrarindustrie klar, dass Antibiotika nicht die Ausnahme (wie häufig von der Agrarindustrie und deren Lobbyisten verkündet wurde) ist, sondern die Regel.

Der Landwirtschaftsminister von NRW, Johannes Remmel, bezeichnete diese Mengen als „Horror-Zahlen“.

Die Gegner der Tierfabriken, die auf diese Missstände seit langer Zeit hinweisen, werden jetzt noch energischer auf diesen Missbrauch hinweisen und die Behörden  und die Politik auffordern, endlich streng zu prüfen und kompromisslos gegen diejenigen vorzugehen, denen es egal zu sein scheint, dass Menschen durch diese unvorstellbar große eingesetzte Menge an Antibiotika in der Tiermast und die daraus entstehenden Resistenzen zu Tode kommen.

Mindestens 15.000*  bis 40.000# Tote  pro Jahr allein in Deutschland  durch Antibiotikaresistenzen (die nicht nur der Tiermast geschuldet sind) sind mehr als genug! Und die Dunkelziffer ist hoch!

Nachfolgend die Berichte der Medien:

Dazu auch die Pressemitteilung von NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel und vom agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Friedrich Ostendorff, MdB:

Der bekannte und renommierte Tiermediziner, Dr. Hermann Focke (leitender Veterinärdirektor i.R.) hat dazu heute wie folgt Stellung genommen:

“ Die Antibiotikalüge“
Jahrelang haben die deutschen Hersteller für Tierarzneimittel mit falschen Antibiotikaabgabemengen die Öffentlichkeit getäuscht. Die Einsatzmengen von Antibiotika in der Tiermedizin wurden vom Bundesverband für Tiergesundheit (Bft) für 2003 mit 724 Tonnen, für 2005 mit 784,4 Tonnen und für 2010 mit 900 Tonnen beziffert.

Heute wurden vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebens-mittelsicherheit (BVL) erstmals belastbare Zahlen für das Jahr 2011 ver-öffentlicht und zwar: 1.734 Tonnen. 

Die Frage ist, wie kann so etwas passieren? 

Die Antworten findet man in meiner Dokumentation ,,Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt“.

Mehr zu dem Buch auf dem nachfolgenden Link:

#=(lt. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow, Institutsdirektor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Vivantes-Kliniken Berlin) / * (lt. Robert-Koch-Institut/RKI)
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