Antibiotika in der Hühnermast: Wetten dass die Behörden wieder nicht reagieren werden?

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V., Eckard Wendt, hat in einem Beitrag für den NDR folgende bemerkenswerte Hinweise gegeben:

Wetten, dass …

… sich nichts Grundlegendes ändern wird, weil die Aufsichtsbehörden wahrscheinlich wieder wie im Fall Lohmann Tierzucht, als es um das illegale Kupieren von Kämmen und Schnäbeln bei Legehennen ging, wegschauen werden oder allenfalls nur „Du, du, du!“ sagen werden.

Und wenn es doch einmal zu einer Anzeige kommen sollte, werden Staatsanwaltschaften und Gerichte vor der Wirtschaftsmacht der großen Geflügelbarone weiche Knie bekommen und bestenfalls das schwächste Glied in der Produktionskette, den Mäster, belangen.

Dabei ist doch spätestens seit dem Erscheinen von Hermann Fockes Buch „Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt“ hinlänglich bekannt, dass das Verbot von Futtermittelantibiotika im Jahr 2006 von der Branche systematisch umgangen wird.

Nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Geflügelbarone verzichtete die Bundesregierung auf die Offenlegung des Arzneimitteleinsatzes bei Geflügelbetrieben.

Es wird Zeit, dass die Agrarindustriellen in die Schranken gewiesen werden und der Lobbykratie in Deutschland das lange überfällige Aus bereitet wird!

 

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