„Volksstimme“ Magdeburg: Ermittlungen gegen WIESENHOF / Staatsanwaltschaft prüft wegen Betrugs, Subventionsbetrugs und anderer Tatbestände

Die Staatsanwaltschaft Stendal ermittelt laut einem Artikel vom 29.10.2011 der Magdeburger „Volksstimme“ gegen  „Verantwortliche“  des Geflügelmultis WIESENHOF (gehört zur PHW-Group des Paul-Heinz Wesjohann).

Unter anderem wird wegen Betrugs und Subventionsbetruges ermittelt.

So soll WIESENHOF von 2002 bis 2010 ohne gesetzlich notwendige Genehmigungen (!!!) gearbeitet haben und zu Unrecht Fördermittel erhalten haben.

Die Ermittlungen und Untersuchungen der Staatsanwaltschaft gegen WIESENHOF wurden durch eine fundierte Strafanzeige des Magdeburger Juristen Uwe Bitter ausgelöst.

Hier kann man als Bürger, Wähler und Steuerzahler nur staunend feststellen, dass es fast unglaublich ist, dass die zuständigen Behörden – u.a. das zuständige Ministerium in Sachsen-Anhalt – dies alles nicht zur Kenntnis nehmen wollen bzw. wollten.

Natürlich hat ein WIESENHOF-Sprecher die Vorwürfe zurückgewiesen. Und solange ist WIESENHOF natürlich unschuldig. Denn die Unschuldsvermutung gilt auch für WIESENHOF.

Bereits vor über einem halben Jahr hat es Vorwürfe gegen WIESENHOF  wegen nicht genehmigter Schlachtungen und auch hygenischer und weiter Mängel im Schlachthof in Möckern (nördlich Magdeburg) und wegen  Nichteinhaltung sozialer Standards bei den Mitarbeitern in den Schlachthöfen gegeben.

Anstatt die Missstände ein für allemal abzustellen hat man sich bei WIESENHOF darauf verlegt, kritische Journalisten durch WIESENHOF-Juristen einzuschüchtern und Berichte zu verhindern.

Man hat sich  nicht einmal gescheut eine kleine Bürgerinitiative durch ihren Firmenanwalt zu drohen – allerdings war dies alles erfolglos!

Die ermittelnde Behörde und der Bevölkerung kann man nur ausreichend Rückgrat wünschen, dass diese Anzeige und die dahinter stehenden Vorwürfe – immerhin von einem Rechtsanwalt erhoben – restlos aufgeklärt werden.

Jetzt ist die Öffentlichkeit – also wir alle – und die Medienvertreter aufgefordert, ganz genau hinzuschauen damit in diesem neuen Fall nichts beschönigt, verharmlost und vertuscht wird.

Jede kleine Verkehrsübertretung wird erbarmungslos von den Behörden verfolgt – beim Schutz der Verbraucher (Stichwort Hygenie) und der Steuerzahler (Stichwort Subventionen) muss hier mindestens so hart vorgegangen werden – auch strafrechtlich!

Man denkt sofort an die jüngsten Skandale um WIESENHOF – zuletzt „Das System WIESENHOF“ – und erinnert sich auch an die Vorwürfe und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen Subventionsbetrug gegen die Tochtergesellschaft des Geflügelmulti Doux (GutsGold).

Es drängt sich dem Betrachter der Eindruck auf, dass in der Geflügelbranche Rechtsbruch und Subventionsbetrug Teil des Geschäftsmodells zu sein scheint und betriebswirtschaftliche Grundprinzipien nicht (mehr?) vorhanden sind. 

Wann erkennen die verantwortlichen Politiker in den Kommunen, den Bundesländern und im Bund, dass dieser neue Vorwurf und die bisherigen Skandale  alles unausweichlich durch die Massentierhaltung hervorgerufen wird.

Den Lobbyisten der Agrarindustrie und dem damit eng verbundenen Deutschen Bauernverbandes (DBV – in Niedersachen das „Landvolk“) muss endlich strikt Einhalt geboten werden, damit diese Auswüchse endlich endgültig ein Ende haben.

Zum Artikel der „Volksstimme“ Magdeburg gelangt man durch Anklicken des nachfolgenden Links:

Nachfolgend – zur Erinnerung – zahlreiche Informationen zu WIESENHOF sowie die Skandale um WIESENHOF und Doux:

 

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2 Antworten auf „Volksstimme“ Magdeburg: Ermittlungen gegen WIESENHOF / Staatsanwaltschaft prüft wegen Betrugs, Subventionsbetrugs und anderer Tatbestände

  1. Marlis Vogt sagt:

    Solange Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Umweltschutz im gleichen Ministerium vereint sind, wird sich nie etwas ändern, denn da ist immer der Bock auch gleich der Gärtner oder umgekehrt. Das stinkt doch alles zum Himmel.

  2. Schulz sagt:

    Als ehrenamtlicher Unterstützer im Tierschutz muß ich sagen, es ist eine Schweinerei
    was Wiesenhof dort mal wieder verhandstaltet.
    Ich hoffe das viele Tierfreunde & Tierschützer dagegen was unternehmen.
    ,, Der Fisch stinkt immer als erstes am Kopf & dann am Schwanzende“.
    Ein altes Sprichwort.

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