„Trecker-Maut“ für Landwirte kommt – weitere Kommunen sollten folgen

Die Gemeinde Wardenburg (Landkreis Oldenburg) erhebt laut einem Bericht auf  NDR.de ab 1. Januar 2015 eine Maut für landwirtschaftliche Fahrzeuge wenn diese auf Straßen fahren, die eine Beschränkung auf ein zulässiges Gesamtgewicht aufweisen.

Dass die teilweise gigantisch anmutenden Traktoren, Erntefahrzeuge oder sogar 40- oder 20-to-LKWs – die für diese Gewichtsklassen nicht ausgelegten Straßen und Feldwege immer schneller zerstören – ist ja wohl für jeden nachvollziehbar.

Dass die Landwirte mit ihren agroindustriellem Fuhrpark aber gegen bestehenden Verkehrslimits verstoßen und dadurch die Straßen und Wege zerstören dürfen, ist dagegen nicht verständlich (denn ist ein 20-to-LKW tatsächlich ein landwirtschaftliches Fahrzeug, dass von dem Limit bfreit ist?).

Dass die politisch Verantwortlichen in Wardenburg zumindest die hohen Sanierungskosten der Straßen teilweise durch die neu einzuführende Maut (für 2 Jahren als Versuch) von den Verursachern zurückholen will, erscheint absolut in Ordnung und gerecht. Dem Beispiel Wardenburgs sollten  viele andere Kommunen folgen.

Dass der Landvolkverband Niedersachsen e.V. (vornehmlich die Lobbyorganisation der Agroindustriellen) jetzt wie geschlagene Hunde aufheulen und  ein Geschenk (durch Umwidmung der öffentlichen Straßen in einen Wirtschafts- bzw. Realverband) einfordern, ist an  an Dreistigkeit und Gier nicht mehr zu überbieten.

Man schaue sich einmal den Zustand etlicher Feldwege an, die aus öffent-lichen Besitz in das Eigentum von Realverbänden übergegangen sind: der Zustand dieser „Straßen“ erinnert teilweise an die Schlaglochwege zu den finstersten Zeiten in den kommunistischen Staaten.

Realverbandswege sind gesetzlich für jeden zugänglich (auch wenn die Land- wirte oft so tun, das sie nur aus Freundlichkeit den Spaziergang oder das Radeln gestatten). Man kann schon den Eindruck bekommen, dass durch den schlechten Wegezustand die Öffentlichkeit von den Feldern und Agrar- industriefabriken ferngehalten werden sollen.

Nachfolgend eine Auswahl von Berichten der Medien:

.

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.