Medien: Schlachtkonzern VION vor dem Ende?

Mehr und mehr mehren sich die Hinweise, dass der aus den Niederlanden stammende Schlachtkonzern VION in massiven finanziellen Schwierigkeiten zu stecken scheint. Wie das Flensburger Tageblatt am 01.11.2014 berichtet, soll nach Bericht der niederländischen Tageszeitung „Het Financieele Dagblad“ alle 34 Standorte in Deutschland zum Verkauf stehen, um die finanzellen Probleme abzumildern.

Die Schließung der Standorte im emsländischen Lingen, in Prüm/Eifel  und in Wunstorf bei Hannover sind erfolgt bzw. beschlossen. Probleme mit der Einhaltung von Hygienestandards in Deutschland haben sich ebenfalls negativ für VION ausgewirkt.

Im Aufsichtsrat von VION sitzt übrigens der Präsident des Niedersächsichen Landvolks, Hilse!

Brancheninsider erwarten schon länger, dass VION u.U. vor dem Zusammenbruch stehen könnte. Durch den Wechsel von mehreren Vorstandsvorsitzenden und im weiteren Topmanagement in den letzten wenigen Jahren kam immer Unruhe in einen der „größten europäischen Fleischanbieter“, deren Besitzer maßgeblich etwa 20.000 niederländische Landwirte sind.

Durch hausgemachte Probleme aber auch durch die Marktsituation (Über-angebot bei stark fallenden Schweinefleischpreisen, dem Importstopp Russ- lands gegen Fleisch aus der EU, der z.T. undurchsichtigen Konstruktion des Konzerns) scheint die dringend notwendige Neustrukturierung nicht umzu- setzen zu sein – und die Banken wollen nach Angaben der Medien keine Kredite mehr zur Verfügung stellen!

Dies läßt den Schluß zu, dass hier der endgültige Anfang vom Ende eingeläutet ist.

Eine Auswahl von Berichten über VION findet sich hier.

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Medien abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.