Pressemitteilung vom 01. Dez. 2010 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Regionsversammlung

Pressemitteilung vom 01. Dez. 2010

von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Regionsversammlung

Grüne: Schutz von Mensch und Tier hat oberste Priorität

Die Regionsverwaltung verschärft die Brandschutz-Auflagen zum Bau von Mastställen. „Die Verwaltung kommt damit einer langen Forderung der GRÜNEN nach – aber wir fordern mehr“ sagt Ulrich Schmersow, umweltpolitischer Sprecher. „Es darf keinen Maststall ohne optimalen Schutz für Mensch und Tier geben.“

Bauherren müssen künftig zur Genehmigung von Anlagen zur Massentierhaltung in der Region Nachweise zum Brandschutz erbringen. Oft ist dieser Nachweis schwer zu erbringen. „Hohe Auflagen im Brandschutz sind notwendig, aber es muss auch alles getan werden, um die Keimbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner zu reduzieren“, so Schmersow.

Im Umfeld von Mastställen haben die Betroffenen viele Belastungen zu erwarten. Erhöhte Keimbelastung, Geruchsbelästigung und eine Wertminderung der Grundstücke sind Folgen industrieller Tierproduktion. Durch größere Abstände zu Wohnbebauung oder den Einbau von Filteranlagen können Beeinträchtigungen begrenzt werden. Dabei darf durch Mastanlagen auf der grünen Wiese die Landschaft aber nicht zersiedelt werden. Vorbildlich in der Genehmigungspraxis ist hier der Landkreis Emsland.

Die GRÜNEN kritisieren auch die Landes- und Bundesregierung. „Die rechtlichen Grundlagen müssen verschärft werden, damit wir in der Region dem Maststallboom nicht ausgeliefert werden“, so der Umweltpolitiker Schmersow. Bisher müssen diese Bauvorhaben laut Gesetz, wenn sie die aktuellen Vorgaben erfüllen, genehmigt werden.

Verantwortungsvoller wäre allerdings, entsprechende Anlagen nicht zu bauen, so die Grünen. Hierzu ist ein Umdenken in der Bevölkerung nötig. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich ihrer Verantwortung schon im Supermarkt bewusst sein. „Wenn kein Fleisch aus Massentierhaltung gekauft wird, brauchen wir auch keine Mastställe mehr“, so Ulrich Schmersow.

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