Pressemitteilung der CI {CalenbergerInitiativen} 3-10 vom 01.12.2010

Maststallgegner: erstes Etappenziel erreicht

Mit Genugtuung haben die Bürgerinitiativen und Organisationen die in der CI {CalenbergerInitiativen}, dem Netzwerk gegen Massentierhaltung, gemeinsam gegen agrarindustrielle Massentierproduktion Widerstand leisten, die Entscheidung der Region Hannover von heute (01.12.2010) zur Kenntnis genommen, dass für zukünftige Mastställe einer neuer – verschärfter – Standard für Brandschutz gefordert wird.

„Damit ist eine erste Forderung von uns im Ansatz erfüllt“, erklärt der Sprecher der CI, Michael Hettwer aus Barsinghausen-Groß Munzel. „Und wir haben sicherlich durch unseren nachhaltigen und mannigfaltigen öffentlichen Druck aus Reihen der CI ein Stück weit dazu beigetragen, dass Regionspräsident Jagau und Regionsumweltdezernent Prof. Dr. Priebs nunmehr die eindeutigen Vorgaben der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) im §20 anerkennen. Vor allem aber erkennt die Region Hannover jetzt auch, dass das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland im § 20 a den Tierschutz als Staatsziel definiert – und dies ist  bereits seit 2002 so“ fügt Hettwer an.

Hettwer fordert für die CI einen sofortigen Stopp aller laufenden Genehmigungsverfahren, damit sich alle Beteiligte mit der neuen Situation und ihren  Auswirkungen vertraut machen können. Schließlich könne man ein Spiel, bei dem mittendrin die Regeln verändert werden, nicht zu Ende bringen.

Die CI würde gern wissen, was im Zusammenhagn mit der jetzt eingeforderten verschärften Standards für den Brandschutz „größere“ Mastställe sind. Dies sei von der Regionsverwaltung zu präzisieren.

Die CI und ihre zahlreichen Unterstützer würden nicht eher ruhen, bis die Region Hannover – aber auch die Landkreise in der Umgebung, wie Hildesheim, Celle  oder Schaumburg – sich auch zu ihrer Verantwortung gegenüber dem Schutz der Gesundheit der Menschen stellen, so Hettwer. Denn neueste wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig, dass aus Mastställen gefährliche und gesundheitsschädliche Keime (Bioaerosole) abgesondert  werden, die ältere Menschen, aber auch zum Beispiel Diabetiker, Atemwegserkrankte und Allergiker in besonderem Maße gefährden.

Michael Hettwer schlägt im Namen der CI vor, dass sich die Region Hannover jetzt endlich einmal mit an die Spitze der Entwicklung setzen und für Mastställe Keimgutachten einfordern solle, aus denen eindeutig hervorgeht, dass aus den geplanten Massentierställen keine  Gesundheitsgefahren erwachsen. „Dies wäre ein Schritt den wir aufrichtig begrüßen würden und wir werden hierzu nicht nachlassen, alle Genehmigungsbehörden auf ihre Fürsorgepflicht für die Menschen hinzuweisen“.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der von der Bürgerinitiative Pattensen am 03.12.2010 ab 19:00 Uhr im Hotel Ratskeller, Marktplatz 1 in Pattensen veranstalteten Podiumsdiskussion aus erster Hand über die aktuelle Situation informieren.

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