Pressemitteilung der BIM [BürgerInitiative Munzel] e.V. vom 29.08.2011: System WIESENHOF – Profitinteressen vor Pressefreiheit

„System WIESENHOF – Profitinteressen vor Pressefreiheit

Pressemeldungen zufolge versucht die PHG-Group – zu der die Marke WIESENHOF gehört – die Ausstrahlung des Fernsehbeitrages „Das System Wiesenhof. Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet“ in der ARD-Reportagereihe „ARD-exclusiv“ vom SWR am 31.08.2011 um 21:45 Uhr zu verhindern.

Die BIM – [BürgerInitiative Munzel] e.V. wehrt sich bereits seit Wochen zusammen mit anderen Bürgerinitiativen, Tierschützern und anderen kritischen Mitmenschen gegen diesen ungeheuerlichen Versuch der Beeinflussung unabhängiger Journalisten. Es wurden in sehr vielen Schreiben an die Chefredaktion des SWR der Sender und die verant-wortlichen Redakteuren bestärkt und aufgerufen, sich ihre Unabhängigkeit nicht durch die empörenden Versuche von PHW-Chef Wesjohann nehmen zu lassen.

Dazu BIM – Vorsitzender Michael Hettwer: „Wie schlimm müssen die Machenschaften dieses Unternehmens sein, wenn man dort seit Wochen versucht, einen kritischen Beitrag zu verhindern?“

Den eigenen Profitinteressen scheint man die grundgesetzlich verbriefte Pressefreiheit und auch andere Vorschriften, Regelungen und Gesetze unterzuordnen. Die Interessen der Mehrheit der Menschen sind hier augenscheinlich zweitrangig.

„Merkt WIESENHOF eigentlich gar nicht, dass man hier in eine riesige Image-Katastrophe gerät, ja bereits in eine solche geraten ist?“, fragt sich Hettwer fassungslos.

Das Nervenkostüm in Visbek (Sitz der PHW-Group) müsse ziemlich dünn sein, so die BIM und verweist auf eine aktuelle Pressemitteilung des BUND. Dazu Hettwer:“ Der BUND weist nach, dass pro Jahr in

Deutschland die Geflügel- und Fleischproduktion mit etwa einer Milliarde Euro (1.000.000.000,– €) stattlich subventioniert werden. Dies alles mit Mitteln der Steuerzahler – ein unglaublicher Vorgang“.

Hettwer erklärt weiter,  „Wenn dann noch in Betracht gezogen wird, dass Russland als bisher sehr großer Abnehmer von Geflügelfleisch aus Deutschland selbst in diesem Jahr für 1 Milliarde Euro Geflügelfarmen

baut und damit in den Folgejahren komplett als Käufer ausfällt, wird sich dies auf die Ertragslage der Geflügelkonzerne wie Wiesenhof und andere negativ auswirken und die Landwirte werden auf ihren mit hohen

Investitionen erbauten Mastställen sitzenbleiben und schlimmsten falls in Konkurs gehen.“  Das Geschehen um die Firmen Stolle und Doux scheinen hier die Vorboten einer zu erwartenden Entwicklung zu sein,

glaubt Hettwer und ist sich sicher, dass Professor Hans-Wilhelm Windhorst von der Universität Vechta mit seinem Artikel „Was kommt nach dem Boom“, in dem er vor massiven ökonomischen Einbrüchen am deutschen Geflügelmarkt bereits schon Anfang des Jahres warnte, die richtigen Schlüsse gezogen hat.

Auch die neue Studie der Europäischen Lebensmittelkontrollbehörde EFSA aus Anfang August 2011, die die gesundheitliche Gefährdung von Anwohnern von Massentierställen wissenschaftlich belegt, schließt eine zukünftige erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung von Massentierhaltung nahezu aus.

Den Verbraucherinnen und Verbrauchern empfiehlt die BIM, sich diesen TV-Beitrag im Ersten am Mittwoch, 31.08-2011 um 21:45 Uhr unbedingt anzuschauen, um sich selbst ein Bild zu machen.

Auch sollten, so Hettwer, die Konsumenten ernsthaft überlegen, ob sie weiterhin Produkte eines Unternehmens kaufen, dass die Regeln unseres Gemeinwesens nur für eigene Interessen nutzt.

Hierzu wird der Umstieg auf art- und tiergerechte biologisch erzeugte Produkte empfohlen.“

Zu weiteren Information mögen die nachfolgenden Links dienen:

 

 

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