Pressemitteilung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft): Antibiotika-resistente Keime vor allem aus Agrarfabriken

Pressemitteilung
AbL: Antibiotika-resistente Keime vor allem aus Agrarfabriken 

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert angesichts der neuerlichen Untersuchungsergebnisse des BUND über die massive Belastung von agrarindustriell erzeugtem Masthühnerfleisch mit den antibiotiaresistenten Keimen MRSA und ESBL eine rasche Abkehr von der Geflügel- und auch der Schweinefleisch-Erzeugung in Agrarfabriken. Der niedersächsische AbL-Vorsitzende Martin Schulz verwies auf Untersuchungen und Berichte der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach diese Keime in Ställen mit artgerechter Haltung nicht gefunden wurden, es einen engen Zusammenhang mit dem Antibiotika-Einsatz gebe und die Keimbelastung mit der Größe der Anlagen deutlich ansteige.

So verdoppele sich die Zahl keimbelasteter Betriebe auf 63%, wenn statt 500 Mastschweinen 1.000 oder mehr Tiere gehalten würden. Nach Einschätzung der AbL dürfte die Keimbelastung in Agrarfabriken oberhalb der Grenzen des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes, also oberhalb von 1.500 Schweinemastplätzen, 560 Sauen oder 15.000 Geflügelplätzen, noch drastisch ansteigen. Betroffen von der Keimbelastung seien nicht nur Landwirte und Tierärzte, sondern auch Anwohner von Agrarfabriken. Untersuchungen der Universität Utrecht hätten über eine Eintfernung von 1.000 Meter hinaus eine bedenklich Konzentration von Feinstaub und Keimen ergeben.

AbL-Sprecher Schulz forderte zugunsten einer artgerechten und gesunden Tierhaltung in mittelständisch-bäuerlichen Betrieben ein rasches Verbot des Neubaus von Agrarfabriken, den EU-weiten Erlass neuer Tierhaltungsvorschriften und ein Programm zur Unterbindung des Antibiotika-Missbrauchs in der Tiermast. Bei einer Großdemonstration für eine neue Landwirtschaftspolitik am 21. Januar in Berlin werde die Forderung „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ den Politikern erneut unüberhörbar präsentiert werden.

 

Zur weiteren und intensiveren Information dienen die nachfolgenden Dokumente die durch Anklicken der nachfolgenden Links zu öffnen sind:

 

 

 

 

 

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