Pressemitteilung BIM 09-10 vom 12.10.2010

Bürgerinitiative Munzel: Wir sehen keinen Grund für moderierten Dialog

Auf den von Landwirt von Hugo eingeforderten moderierten Dialog wird die BIM nicht eingehen. Wie BI-Sprecher Michael Hettwer erklärt, sehen die BI-Mitglieder keinen Grund für einen von dritten begleiteten Dialog.

„Wenn Herr von Hugo beklagt, dass die BI ihn nicht angesprochen habe, muss er sich schon die Frage gefallen lassen, warum er nicht auf die BI zugegangen ist“, stellt Hettwer fest und führt weiter aus: „ Herr von Hugo hat mehrfach kund getan, dass er seine Planung in die Realität umsetzen wolle. Die Bi dagegen ist angetreten und hat dies immer öffentlich verkündet, diese Planung zu verhindern. Was soll da denn zur Zeit noch besprochen werden? Wir haben jedenfalls den nachbarschaftlichen Frieden nicht gebrochen. Es ist Herr von Hugo, der mit seinem Vorhaben den Menschen Sorgen bereitet. Sorgen vor Gesundheitsschäden, Sorgen vor Verlust der Lebens-und Wohnqualität, Sorgen vor dem Wertverlust der Immobilien und nichts zuletzt auch wegen der ethisch im höchsten Maße fragwürdigen Haltungsbedingungen der Tiere.“

„Zu Anfang sprach Herr von Hugo davon, dass er die Anlage im „Einvernehmen“ errichten möchte. Von Einvernehmen könne doch nun wirklich keine Rede mehr sein“, unterstreicht Hettwer .

Bei der BI sieht man den offenen Brief, den Hettwer als im Ton moderat und akzeptabel bezeichnet, als Teil eines Beschwichtigungsversuches. Abwiegeln, ablenken und Gegner seines Planes als nicht Dialogbereit hinstellen, kann nicht Teil einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Problematik sein. Zumal ein – auch noch von Herrn Hugo bezahlter – Mediator doch nun wirklich nicht – bei der Ausgangslage – vermitteln könne.

BI-Sprecher Hettwer wird den offenen Brief von Herrn von Hugo in den nächsten Tagen persönlich und nicht öffentlich  beantworten.

Mit Interesse nimmt der BI-Sprecher zur Kenntnis, dass sich Herr von Hugo um die möglichen Kostenbelastungen im Falle eines Rechtsstreits sorgt. Jeder betroffene Bürger habe eine Klagerecht gegen einen möglichen positiven Entscheid der Region, die Genehmigungsbehörde ist. Und jeder müsse prüfen, ob er das Risiko eines Gerichtsverfahrens vor dem Verwaltungsgericht in erster Instanz und dem Oberverwaltungsgericht in zweiter Instanz auf sich nehmen möchte bzw. kann. Zu gegebener Zeit ist diese Thematik anzugehen, zur Zeit jedoch sicherlich nicht, „zumal erst mal die Antragsunterlagen komplett von Herrn von Hugo bis zum 25.10.2010 vorzulegen ist. Dann nimmt die Stadt Barsinghausen Stellung und andere beteiligte Kommunen und dann wird die Region Hannover die Unterlagen öffentlich auslegen, wogegen Einwendungen von betroffenen Bürgern erfolgen können. Und dann – nach einem Erörterungstermin – entscheidet die Region. Wer sagt denn, dass dies positiv im Sinne des Antragsstellers verläuft?“, erläutert Hettwer.

Wichtig ist ihm jedoch, dass Herr von Hugo jetzt schon weiß, „dass ich ihm nicht gedroht habe und auch zukünftig nicht drohen werde. Wenn er meinen Hinweis auf die Situation seines Berufskollegen in Metel bei Neustadt als Bedrohung aufgefasst hat, kann ich mit Bedauern nur feststellen, dass ich dies zumindest für Herrn von Hugo missverständlich dargelegt habe. Ich habe die soziale Isolierung  nur deshalb angesprochen, weil mir der Mann dort leid tut und die BI nicht möchte, dass bei uns in Groß Munzel ähnliches passiert.“ betont Hettwer ausdrücklich.

Natürlich gäbe es diametral entgegengesetzte Meinungen zum geplanten Bauvorhaben des Herrn von Hugo. Das ist aber für den Bi-Sprecher auch nichts außergewöhnliches. Und sei sicherlich kein Grund nicht ordentlich miteinander umzugehen.

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