Pressemitteilung AbL: “Landvolk“-Diffamierung von Agrar-, Tierschutz-, Verbraucher- und Kirchenvertretern?

Pressemitteilung 

“Landvolk“-Diffamierung von Agrar-, Tierschutz-, Verbraucher- und Kirchenvertretern?    

 
Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zeigt sich verwundert über diffamierende Bemerkungen, die Jörn Dwehus als Hauptgeschäftsführer des niedersächsischen „Landvolk“-Landesbauernverbands nach Angaben der Allgemeinen Zeitung Uelzen über die am Tierschutzplan Niedersachsen teilnehmenden Verbände gemacht haben soll. In ihrem Bericht über die Uelzener Kreisversammlung des Bauernverbands zitiert die Zeitung in ihrer Ausgabe vom 12.2. 2013 Dwehus wie folgt: „Am runden Tisch zum Tierschutzplan saßen so viele Menschen, die alle gar nicht wussten, worum es geht – und zum Schluss soll einer umsetzen, was sich so viele ausgedacht haben.“

Laut AbL würde sich das gegen folgende, von Agrarminister Lindemann (CDU) berufene Vertreter dieser Organisationen richten: Bioland, Edeka, Kirchlicher Dienst auf dem Lande der Evangelisch- Lutherischen Landeskirche, ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, Katholisches Büro Niedersachsen, Landwirtschaftskammer, Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Nds. Geflügelwirtschaftsverband, Nds. Landkreistag, Tierärztliche Hochschule Hannover, Deutscher Tierschutzbund, Verband der Fleischwirtschaft und Verbraucherzentrale.     

Der niedersächsische AbL-Landesvorsitzende Martin Schulz  forderte Dwehus auf, diese zitierten Äußerungen entweder ganz rasch richtig zu stellen oder sich bei den obigen gesellschaftlichen Gruppen in aller Form zu entschuldigen. Schulz unterstrich die große Bedeutung der Arbeit dieser gesellschaftlichen Vertreter für die Ausarbeitung eines Tierschutzplans, der für eine artgerechte Tierhaltung in mittelständisch-bäuerlichen Strukturen und damit für eine Akzeptanz und Zukunftsperspektive der Bauern sorgen müsse.

Die Bauernverbands-Spitze rutsche mit ihren immer neuen Polemiken und ihrer Schönfärberei agrarindustrieller Strukturen immer weiter ins gesellschaftliche Abseits. Die Mehrheit auch der Mitglieder des Bauernverbands verfolge dies mit großer Sorge, weil die agrarindustrielle Entwicklung ja auch massiv zu Lasten bäuerlicher Betriebe und deren Erzeugerpreisen gehe. Laut AbL wäre es umso unverantwortlicher, wenn Dwehus´Äußerungen gar der Auftakt für eine gezielte Absetzbewegung des Landvolks aus den Gremien des Tierschutzplans sein sollten.

2.370 Zeichen   –   12.02.2013

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