Pressemitteilung AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft): AbL fordert Tierhaltungs-Rückbau anstelle perspektivloser Gülletransporte

 

Pressemitteilung
AbL fordert Tierhaltungs-Rückbau anstelle perspektivloser Gülletransporte



Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet die massenhaften und teuren Transporte von Gülle-, Trockenkot- und Gärrest-Überschüssen als eine allenfalls kurzfristig gerechtfertigte Notlösung. Selbst wenn man Gülle in Ackerbau-Regionen verbringe, blieben die anderen negativen Begleiterscheinungen einer agrarindustriellen Überschussproduktion in den betroffenen Regionen, wie z.B. die Häufung von umwelt- und anwohnerschädlichen Emissionen und Keimen. Diese Transporte änderten auch nichts an dem unsinnigen System, mittels klimaschädlichen Gensojafutter-Importen massive Fleischüberschüsse in hafennahen Intensivregionen zu erzeugen und diese Überschüsse dann zu den Dumpingpreisen der brasilianischen Konkurrenz in die immer engeren Märkte von Russland oder nach Afrika zu exportieren – zu Lasten der hiesigen Erzeugerpreise und der Existenz der Bauern in den Empfängerländern. Angesagt sei aktuell bereits ein Rückbau der agrarindustriellen Überkapazitäten in Südoldenburg, Deutschland und Europa. Das neue baurechtliche Veto der Gemeinden gegen geplante Agrarfabriken habe bereits zu einem Stopp des agrarindustriellen Ausbaus in den Intensivregionen geführt, die von der EU vorgegebenen und demnächst in Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein, Holland und Dänemark umgesetzten Tierschutzpläne würden den Tieren mehr Stallplatz geben und so die Tierbestände verringern. „Klasse statt Masse für eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung in bäuerlichen Strukturen zu fairen Erzeugerpreisen ist die Lösung“, so der AbL-Landesvorsitzende Ottmar Ilchmann, „es wäre vertanes Geld, für die jetzt noch bestehenden Gülleüberschüsse gar noch Lagerstätten in den Ackerbauregionen zu fördern!“

 

1830 Zeichen   – 19.5.2014

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