Pleite im Umfeld der Agrarindustrie

Es ist schon sehr bemerkenswert:

  1. Der Dänische Schlachthofbetreiber Danish Crown hat lediglich mit 25% (!!!) der in seinem Schlachthof arbeitenden Menschen feste Arbeitsverträge abgeschlossen.
  2. Die Stundenlöhnen schwanken zwischen 7,50 € und 15,00 €, was Bruttomonatsverdienste von 1.200,– bis maximal 2.400,– € (bei einer 40 Stundenwoche) ergibt. 
  3. Nur, für die übergroße Mehrheit im Danish Crown – Schlachthof werden diese Beträge unerreichbar sein, weil diese Mitarbeiter zu sicherlich niedrigeren Stundenlöhnen für externe Leiharbeitsfirmen arbeiten.

Dass jetzt einer dieser Leiharbeitsfirmen – wie der NDR berichtet – insolvent wird, zeigt die Perversität der Agrarindustrie, die zu Lasten der einfachen Arbeitnehmer ihr Schäfchen ins Trockene bringen.

Übrigens: im dänischen Horsens (Mitteljütland) hat Danish Crown vor einigen Jahren ein Mega-Schlachtof für die Schlachtung von Schweinen errichtet. Dort – in der deutlich sozialeren geprägten Dänischen Gesellschaft – wird Danish Crown nicht so mit seinen Mitarbeitern umspringen, wie man es hier in Deutschland macht.

Das System der Agrarindustrie entlarvt sich mit dieser Pleite ein weiteres Mal: es funktioniert nicht mit Mitteln der Sozialen Marktwirtschaft sondern eher wie mit denen des überholt geglaubten Manchester-Kapitalismus!

Und dieses amoralische System funktioniert wohl nur noch durch

  • Subventionen aus Steuermitteln
  • Dumping-Löhne
  • Unterwanderung sozialer Standards
  • wirtschaftlichen Druck auf (noch) freie, unabhängige Bauern
  • massive Gefährdung von Menschen, Tieren und Umwelt

Zum NDR-Bericht gelangt man durch Anklicken des folgenden Links:

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