Neuer Skandal um billiges Knochenfleisch in der Wurst?

Aus der Lebensmittelindustrie scheint sich der nächst Skandal anzukündigen:

Wie der Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) und der NDR auf seiner Internetseite heute (26.06.2013) berichten, ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen des Verdachts falscher oder nicht vorhandener Kennzeichnung  bei Wurstwaren gegen diFirma Könecke mit Hauptsitz in Bremen. Könecke ist Teil der Zur Mühlen-Gruppe  , die sich selbst als „Nr. 1 im SB-Wurst- und Wurstkonserven-Markt“ mit einem Marktanteil von rechnerisch über 20%. Damit kommt mehr als jede 5. Wurst von diesem Konern, der mit über 3.000 Mitarbeitern mehr als 2 Milliarden € pro Jahr umsetzt.

Die Zur Mühlen-Gruppe wiederum wird 2014 laut eineVeröffentlichung zu 100% im persönlichen Besitz des Chefs des Schlachthof- und Fleisch-Multis Tönnies und FC Schalke o4-Boss Clemens Tönnies sein.

Man mag es einfach nicht mehr glauben, wie  die Agrar- und Lebensmittel-industrie bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie der ganzen Öffentlichkeit durch die Vielzahl der Skandale, Verstösse gegen Verord-nungen, Gesetze und Bestimmungen auch noch den allerletzten Rest an Vertrauen verspielt.

Politik und Verwaltungen sind dringend aufgerufen, dass gesamte System Agrar- und Lebensmittelindustrie (auch mit allen Verflechtungen) auf den Prüfstand zu stellen, um die vielen ehrlichen Menschen im Lande – darunter die ganz große Mehrzahl der Landwirte – vor weiterem Schaden zu schützen. Wir müssen wirklich aufpassen, dass mafiöse Strukturen sich in unserem Gemeinwesen nicht einnisten.

Die furchtbaren Arbeits- und Lebensbedingunen in etlichen Schlachthöfen sind eines demokratischen Rechtsstaates einfach nicht würdig. 

Denkt daran, liebe Verbraucher: was billig im Supermarkt angeboten wird, kann nicht zwangsläufig gute Qualität in sich haben und wird uns allen letzten Endes noch sehr teuer zu stehen kommen!

 

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