NDR 1 Niedersachsen: In den Händen der Fleischmafia / Ein Kommentar von Michael Hettwer

So deutlich hat noch keiner in den Medien getitelt: “ In den Händen der Fleischmafia“ titelt der NDR auf seiner heutigen Internetseite.

In seinem Bericht über die unglaublichen Zustände in den Schlachthöfen der Agrarindustrie im Emsland spricht der NDR von „Hungerlohn“, „menschen-unwürdigen Unterkünften“ oder „üblen Bedingungen“.

Dass sich gegen diese moderne Form der Sklaverei (oder zumindest Ausbeutung) Widerstand regt, ist nachdrücklich zu begrüßen.

„Löhne von deutlich unter 5,– € die Stunde“ sind kriminell und gehören strafrechtlich geahndet und gesellschaftlich geächtet.

Und die Schlachthofbetreiber werden natürlich ihre Hände in Unschuld waschen, gehören jedoch genauso auf die Anklagebank (zumindest moralisch), denn kein normal denkender Mensch wir ihren Beteuerungen Glauben schenken, dass nur ihre „ehrenwerten“ Geschäftspartner aus dem Ausland für diese Schweinereien verantwortlich sind. Nein, das System der Agrarindustrie scheint nur noch mit diesen Menschen verachtenden Methoden zu funktionieren.

Die Politik – und hier insbesondere die amtierende Landesregierung in Hannover – ist aufgefordert, diesem Treiben (das sie ja durch das angebliche „Erfolgsmodell“ selbst salonfähig gemacht hat) sofort ein Ende zu setzen.

Hier gelangt man zum Bericht des NDR:

 

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