Presseartikel 12.03.2011

DLZ KOMMENTAR 12.03.2011 VORURTEILE ERHÄRTET

DLZ 12.03.2011

DLZ 12.03.2011 KONTRAHENTEN ATTESTIEREN SICH FAIREN UMGANG

HAZ CZ 12.03.2011 ERÖRTERUNG ENDET NACH DREI HITZIGEN TAGEN

 

HAZ 12.03.2011 MCALLISTER DROHT MIT GEBIETSREFORM

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deister Aktuell vom 12.03.2011:

„Mangelhafte und dilettantische Vorbereitung“

Erörterungstermin zieht sich über drei Tage / BI kritisiert Verfahrensfehler und Verhandlungsstil / Ein weiterer Termin scheint zwingend notwendig

 

 

BAR­SIN­G­HAU­SEN (br). Der Erör­te­rungs­ter­min zur ge­plan­ten Hähn­chen­ma­st­an­lage in Groß Mun­zel wird zur Mam­mut­ver­an­stal­tung: Drei Tage lang saßen Ver­tre­ter der Re­gion, des An­trags­stel­lers und der Geg­ner bis­her im Ze­chen­saal und kämpf­ten sich müh­sam durch die sei­ten­lange Ta­ges­ord­nung, auf der die un­ter­schied­li­chen The­men­be­rei­che der 462 ein­ge­reich­ten Ein­wen­dun­gen auf­ge­lis­tet wa­ren. Ges­tern la­gen die Ner­ven der Be­tei­lig­ten blank: Mi­chael Hett­waer, Spre­cher der Bür­ger­in­itia­tive Mun­zel (BI) stellte einen Be­fan­gen­heits­an­trag ge­gen sämt­li­che be­tei­lig­ten Mit­ar­bei­ter der Re­gion. Er warf ih­nen vor, seit dem Be­ginn des Eröre­tungs­ter­mins am Mitt­woch die Ar­beit der An­trags­ge­ge­ner per­ma­nent zu er­schwe­ren. Durch die kurz­fris­tig geän­derte Ta­ges­ord­nung, zu kurze Vor­be­rei­tungs­zeit und die Art, wir den Ein­wen­dern per­ma­nent ins Wort ge­fal­len wer­de, sei nicht zu ak­zep­tie­ren. Er lehne die Mit­ar­bei­ter ab, weil sie be­fan­gen seien und die An­wei­sung er­hal­ten hät­ten, den Erör­te­rungs­ter­min in je­dem Fall durch­zu­peit­schen, so Hett­wer. Der Be­fan­gen­heits­an­trag wurde ab­ge­lehnt. Auch bei den an­de­ren An­trags­geg­nern wurde der Un­mut im­mer lau­ter. Mehr­fach wurde den Behör­den­ver­tre­tern vor­ge­wor­fen, sie be­schnit­ten die Rechte der An­we­sen­den. Am Mitt­wo­ch, dem ers­ten Tag der Erör­te­rung dau­erte es mehr als zwei Stun­den, be­vor der erste in­halt­li­che The­men­punkt an­ge­spro­chen wur­de. Be­reits eine halbe Stunde nach Be­ginn hatte Mi­chael Hett­wer, Spre­cher der Bür­ger­in­itia­tive Mun­zel (BIM), eine Reihe von Be­fan­gen­heits­an­trä­gen ge­gen den Ver­hand­lungs­lei­ter Dr. Rai­ner Fied­ler ge­stellt. Diese wur­den al­le­samt vom Ers­ten Re­gi­ons­de­zer­nen­ten Pro­fes­sor Dr. Axel Priebs ab­ge­lehnt. Schließ­lich stellte Hett­wer auch einen Be­fan­gen­heits­an­trag ge­gen Priebs selbst, der je­doch eben­falls ab­ge­lehnt wur­de. „­Die­ser Ter­min ist eine Far­ce“, empörte sich Hett­wer. Er rügte die Ein­schrän­kung der Me­dien, die keine Film- und Fot­auf­nah­men ma­chen durf­ten, ebenso wie kom­pli­zierte Re­gu­la­rien und schlechte Ar­beits­be­din­gun­gen für die Ein­wen­der so­wie die Ta­ges­ord­nung, die den Bür­ger­in­itia­ti­ven nicht vor dem Ter­min be­kannt ge­macht wor­den war. Auch Ver­fah­rens­feh­ler wur­den von Hett­wer gerügt. Sein An­trag, das Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren ein­zu­stel­len, wurde ab­ge­lehnt. Sonja Pa­pen­fuß, die am zwei­ten Tag die Ver­hand­lungs­lei­tung für den er­krank­ten Dr. Rai­ner Fied­ler ü­ber­nom­men hat­te, sorgte in­ner­halb kur­zer Zeit durch ihre strenge Ver­hand­lungs­führung für Miss­s­tim­mung. „­Sie ver­su­chen uns zu be­herr­schen“, wet­terte Mi­chael Hett­wer ge­gen den Ver­hand­lungs­stil. Dies sei kei­nes­falls ein Erör­te­rungs­ter­min. Sein Be­fan­gen­heits­an­trag ge­gen Pa­pen­fuß wurde ab­ge­lehnt. Völ­lig ü­ber­rum­pelt fühl­ten sich die Ein­wen­der, als be­kannt wur­de, dass die Re­gion ohne Ab­spra­che den gest­ri­gen Frei­tag zur Fort­set­zung der Erör­te­rung fest­ge­setzt hat­te. „Viele von uns sind be­rufs­tätig und kön­nen nicht so kurz­fris­tig Ur­laub neh­men“, so Hett­wer. Auch er konnte ges­tern aus be­ruf­li­chen Grün­den erst später am Erör­te­rungs­ter­min teil­neh­men. Be­reits am Don­ners­tag hat­ten Hett­wer und wei­tere Mit­glie­der der BI wi­der­sprüch­li­che und un­voll­stän­dige An­ga­ben, un­ter an­de­rem bei der Grund­ge­schoss­fläche, dem Um­gang mit was­ser­ge­fähr­den­den Stof­fen und in der Bau- und Be­triebs­be­schrei­bung fest­ge­stellt. „Ja, es gibt Dis­kre­pan­zen und Zah­len­dre­hen im An­trag“, gab Ar­chi­tekt Fried­rich Hün­tel­mann zu. Dar­auf­hin be­an­tragte Sa­bine Schie­pan­ski von der BI „Luft kennt keine Gren­zen“ in Springe die Zurück­stel­lung des Bau­ge­suchs. Auch Han­ne­lore Plau­mann vom BUND kri­ti­sierte die Vor­la­ge. „Es herrscht ein um­fang­rei­cher und grund­le­gen­der Irr­tum in den Un­ter­la­gen. Sie sind nicht brauch­bar, wa­ren aber die Grund­lage für die Ein­wen­dun­gen“, bemän­gelte sie und for­derte die er­neute Ver­öf­fent­li­chung des ü­ber­ar­bei­te­ten An­trags. „­Sie ha­ben sich man­gel­haft und di­let­tan­tisch vor­be­rei­tet“, kri­ti­sierte Hett­wer die Behör­den­ver­tre­ter. Die Mit­glie­der der BI hät­ten sich bes­ser in die Ma­te­rie ein­ge­ar­bei­tet, als die Behör­de, die ü­ber den An­trag ent­schei­den soll, so Hett­wer. Bis ges­tern Mit­tag ware ge­rade die Hälfte der Ta­ges­ord­nungs­punkte ab­ge­ar­bei­tet wor­den. Ob und wann der Erör­te­rungs­ter­min fort­ge­setzt wird, stand bis Re­dak­ti­ons­schluss nicht fest. BADG­BR02_01: Nur vor Be­ginn des Erör­te­rungs­ter­mins konnte ge­filmt wer­den. Auf­nah­men während der Ver­hand­lung wur­den von der Re­gion un­ter­sag­t. ­BADG­BR02_02: Land­wirt Arnd von Hugo (links) und seine Fach­leute wer­den am Don­ners­tag mit den un­ter­schied­li­chen An­ga­ben im An­trag kon­fron­tier­t. ­

Der öf­fent­li­che Erör­te­rungs­ter­min im Ze­chen­saal war für die Re­gion der erste sei­ner Art. Die Re­gion ist bei ge­plan­ten Ma­st­an­la­gen in die­ser Größen­ord­nung ver­pflich­tet, die Erör­te­rung öf­fent­lich vor­zu­neh­men. „­Die ge­plante Hähn­chen­ma­st­an­lage von Arnd von Hugo ist bis­her die größte in der Re­gion“, er­klärte Klaus Abel­mann, Pres­se­spre­cher der Re­gion. Eine wei­tere sei in Springe ge­plant. Von Hugo plant eine Hähn­chen­ma­st­an­lage für 84400 Tiere bau­en. Die bei­den Ställe sol­len in der Feld­mark nörd­lich von Groß Mun­zel ent­ste­hen.

Fo­to: br

vom 12.03.2011

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