Presseartikel 10.09.2011

HAZ LZS 10.09.2011 MASTGEGNER KRITISIEREN DIE ÖRTLICHE CDU

HAZ DA 10.09.2011 FÜRS LÖSCHWASSER SOLL EIN TEICH ANGELEGT WERDEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deister Aktuell 10.08.2011

„Agrarindustrie verleibt sich Landwirtschaft ein“

Themenabend der Linkspartei mit der Landtagsabgeordneten Marianne König / Bürger sollten Druck ausüben

 

BAR­SIN­G­HAU­SEN (ta). Zu dem viel­dis­ku­tier­ten Thema Mas­sen­tier­hal­tung hatte der Orts­ver­band der Par­tei Die Linke am Mon­tag­abend zu ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung in das Schul­zen­trum am Spal­ter­hals ein­ge­la­den. Als Ge­spräch­s­part­ne­rin stand Ma­ri­anne Kö­nig, Mit­glied des nie­der­säch­si­schen Land­tags, den neun er­schie­ne­nen Teil­neh­mern Rede und Ant­wort. Die ei­gene Par­tei habe sich in ei­nem län­ge­ren Pro­zess zu ei­ner kla­ren Po­si­tio­nie­rung durch­ge­run­gen, sagte Kö­nig.

Wich­tig sei auf der einen Sei­te, dass man die Land­wirte auf­grund der ö­ko­no­mi­schen Zwänge nicht an den Pran­ger stel­le. Gleich­zei­tig dränge die Links­par­tei aber ein­deu­tig auf art­ge­rechte Hal­tungs- so­wie Zucht­be­din­gun­gen und lehne den An­bau von gen­ver­än­der­tem Saat­gut ab. Den schwar­zen Pe­ter or­tete Kö­nig viel­mehr bei der Agra­r­in­dus­trie, auf de­ren Konto lei­der auch der nun eröff­nete Großschlacht­hof bei Wietze gin­ge. Für ein sol­ches Pro­jekt sei of­fen­sicht­lich trotz des mas­si­ven und fried­li­chen Wi­der­stands Geld da ge­we­sen, weil die nie­der­säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung mit Blick auf den Wirt­schafts­fak­tor Land­wirt­schaft auf die Er­rich­tung von wei­te­ren Großstäl­len set­ze.

Die re­gie­ren­den Po­li­ti­ker hät­ten nicht hinzu ge­lernt, so Kö­nig, denn zu er­war­ten seien ein mas­si­ver Preis­ver­fall beim Fleisch und so­mit Min­der­ein­nah­men der Land­wir­te. Letz­te­ren bliebe im Macht­spiel der Agra­r­in­dus­trie le­dig­lich das un­ter­neh­me­ri­sche Ri­si­ko, während sie sich gleich­zei­tig in eine wirt­schaft­li­che Ab­hän­gig­keit be­ge­ben wür­den.

„Hinzu kom­men die Tier­quä­le­rei­en, die aus den jüngs­ten Do­ku­men­ta­tio­nen be­kannt sein dürf­ten. Wir ver­lie­ren zu­neh­mend die Ach­tung vor der Krea­tur“, kri­ti­sierte die Lan­des­po­li­ti­ke­rin. Die Men­schen vor Ort müss­ten klar sa­gen, dass sie der­ar­tige Großställe nicht wol­len, ü­ber den Tel­ler­rand der ei­ge­nen Re­gion schauen und als Ver­brau­cher das ei­gene Ein­kaufs­ver­hal­ten ü­ber­prü­fen, denn das Ar­gu­ment der Pro­du­zen­ten laute nun ein­mal, dass ein Be­darf nach bil­li­ger Ware vor­han­den sei. Um die Er­rich­tung von großen Ma­st­an­la­gen zu ver­hin­dern, müss­ten in den be­trof­fe­nen Ge­mein­den und Städ­ten er­heb­li­cher Druck auf die Rats­par­teien aus­geübt so­wie die gel­ten­den Brand­schutz­pa­ra­gra­phen recht­lich ü­ber­ar­bei­tet wer­den. Die Grü­nen im Land­tag lobte Kö­nig dies­be­züg­lich aus­drück­lich für ihre aus­ge­spro­chen gu­ten An­trä­ge. „Wir wer­den den po­li­ti­schen Mit­be­wer­ber aber an diese er­in­nern, so­bald er in der Re­gie­rung Ver­ant­wor­tung träg­t.“ Fo­to: ta

vom 10.09.2011 | Ausgabe-Nr. 36B

HAZ LZW 10.09.2011 MASTGEGNER KRITISIEREN DIE ÖRTLICHE CDU