Presseartikel 21.02.2011

HAZ 21.02.2011 LANDKREIS WILL KÜKENTÖTUNGEN UNTRERSAGEN

AgrarZeitung – Internetseite

21. Februar 2011

Niederländer debattieren Grenzen für Tierhaltung

In den Niederlanden formiert sich Widerstand gegen große Ställe. Eine gesellschaftliche Debatte soll die gewünschte Agrarstruktur formulieren. Für einen vorläufigen Baustopp für „Megaställe“ hat sich nach Informationen des Pressedienstes AIZ die zweite Parlamentskammer in Den Haag ausgesprochen. In einer Entschließung forderten die Abgeordneten die Regierung mehrheitlich auf, mit den Provinzen und Gemeinden ein Moratorium auszuhandeln. Dieses soll andauern, bis eine breite gesellschaftliche Debatte über die Konzentration der Tierhaltung abgeschlossen ist.

In der Entschließung heißt es, die Bevölkerung sei „sehr beunruhigt über die wachsende Zahl von Megaställen“. Außerdem würden flächengebundene Familienbetriebe von den Großanlagen bedroht. Allerdings gibt es in den Niederlanden keine übereinstimmende Definition des Begriffs „Megastall“. Die Parlamentarier fordern eine Genehmigungsgrenze von 300 niederländischen Größeneinheiten (NGE). Eine NGE entspricht einem Gesamtdeckungsbeitrag von 426.000 €. Der niederländische Bauernverband LTO warnt, dass durch eine solche Grenze auch bestehende Familienbetriebe eingeschränkt würden. (az)