Presseartikel 14.10.2010

BILD-ZEITUNG 14.10.2010 DIETER BOHLEN STOPPT SEINE WERBUNG FÜR WIESENHOF

WUNSTORFER STADTANZEIGER (WZA) VOM 14.10.2010:

Hugo soll Planungen überdenken

Bürgerinitiative: Marktexperte sagt Zusammenbruch des Hähnchenmarkts voraus

GROSS MUN­ZEL (m­k). Die Bür­ger­In­itia­tive Mun­zel (BIM) weist in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung die be­reits ak­ti­ven und auch po­ten­ti­elle In­ves­to­ren für Hähn­chen­ma­st­an­la­gen mit großem Nach­druck auf eine Markt­ana­lyse des Ge­flü­gel­markt-Ex­per­ten Prof. Hans-Wil­helm Wind­horst hin. In die­ser sage er den be­vor­ste­hen­den Zu­sam­men­bruch des Hähn­chen­mark­tes vor­aus. Der agra­r­in­dus­tri­e­nahe ehe­ma­lige Lei­ter des ISPA-In­sti­tuts an der Uni­ver­sität Vechta habe seine War­nung vor ruinö­sen Ü­ber­ka­pa­zitäten jetzt in der Fach­zeit­schrift „DGS Ma­ga­zin“ (Aus­gabe 35/2010), dem of­fi­zi­el­len Or­gan des Zen­tral­ver­ban­des der Deut­schen Ge­flü­gel­wirt­schaft, ver­öf­fent­licht. In der Ana­lyse „Wachs­tum als Ri­si­ko?“ be­schreibe Wind­horst die der­zeit lau­fende mas­sive Er­wei­te­rung der Schlacht­ka­pa­zitäten in der Hähn­chen­bran­che: Vor al­lem durch den Schlacht­hof-Neu­bau des Ro­th­köt­ter-Kon­zerns in Wietze (bei Cel­le) und als Re­ak­tion dar­auf auch durch den Aus­bau von Schlacht­ka­pa­zitäten bei des­sen Kon­kur­ren­ten Wie­sen­hof, Spre­he, Stolle und Fri­ki. Die in die­sem Ver­drän­gungs­wett­be­werb pro­du­zier­ten Ü­ber­schüsse wür­den sich laut Wind­horst auf „weit mehr als das Dop­pelte des wahr­schein­li­chen Zu­satz­be­darfs“ auf oh­ne­hin ge­sät­tig­ten Märk­ten be­lau­fen, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung der BIM. Schon 2011 werde weit ü­ber die Auf­nah­me­fähig­keit der deut­schen, der eu­ropäi­schen und vor­aus­sicht­lich auch der in­ter­na­tio­na­len Märkte hin­aus pro­du­ziert wer­den. Wind­horst war­ne, in­folge die­ser Ü­ber­schüsse werde in der gan­zen Pro­duk­ti­ons­kette bald kein Geld mehr ver­dient wer­den. Es werde „zu ei­ner Re­du­zie­rung der Ka­pa­zität kom­men oder auch zu ei­nem Zu­sam­men­bruch gan­zer Pro­duk­ti­ons­ket­ten“. Diese werde nicht nur zu ei­ner Un­ter­aus­las­tung oder zu ei­nem Zu­sam­men­bruch von Schlacht- und Ver­ar­bei­tungs­be­trie­ben führen, son­dern werde vor al­lem auch die Ver­trags­mäs­ter in Form von Preis­druck, Ver­trags­kün­di­gun­gen und Li­qui­ditäts­pro­ble­men tref­fen.

Die re­gio­nale Ver­dich­tung der Pro­duk­tion und de­ren Aus­deh­nung nach Ost­nie­der­sach­sen (Wiet­ze) werde zu­dem „das Pro­blem der um­welt­ver­träg­li­chen Ver­wer­tung der tie­ri­schen Ex­kre­mente und des Krank­heits- und Seu­chen­ri­si­kos“ noch wei­ter ver­schär­fen. Die re­gio­na­len Ver­schie­bun­gen der Ge­treide-Wa­ren­ströme führen laut Wind­horst zu ei­ner noch stär­ke­rer Ab­hän­gig­keit von Fut­ter­mit­te­lim­por­ten und von ri­si­ko­rei­chen Markt­schwan­kun­gen. Ein wach­sen­des Pro­blem sieht Wind­horst auch im Wi­der­stand ge­gen eine wei­tere Ver­dich­tung be­zie­hungs­weise Neu­er­rich­tung von Ma­st­an­la­gen. Die­ser komme „­nicht nur von Tier- und Um­welt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen, son­dern auch von der nicht in der Land­wirt­schaft täti­gen Be­völ­ke­rung so­wie von Land­wir­ten selbst“. Die BIM (Bür­ger­In­itia­tive Mun­zel) er­gänzte diese Aus­führun­gen Wind­horsts mit Hin­wei­sen auf die „Qual­zucht und Qual­hal­tung der Tie­re“, auf die to­tale Ab­hän­gig­keit der Ver­trags­mäs­ter von den Schlacht­kon­zer­nen, auf die Ge­ruchs-, Am­mo­niak- und Keim­be­las­tung von An­woh­nern und Um­welt und auf die Be­dro­hung ei­ner bäu­er­li­chen Tier­hal­tung durch diese agra­r­in­dus­tri­el­len Ma­st­an­la­gen. „­Die un­ver­ant­wort­li­che För­de­rung und Be­schö­ni­gung die­ser un­ap­pe­tit­li­chen Ü­ber­pro­duk­tion durch Schlacht­kon­zer­ne, Bun­des­po­li­ti­ker, Lan­des­re­gie­run­gen, Bau­ern­ver­band und Agra­r­in­dus­trie­lobby muss so­fort be­en­det wer­den“ – for­derte der Spre­che­rin der BIM, Mi­chael Hett­wer. An Herrn von Hugo rich­tet die BIM den drin­gen­den Ap­pell seine Vor­ha­ben, trotz der si­cher­lich mitt­ler­weile an­ge­fal­len nicht un­er­heb­li­chen Pla­nungs­kos­ten, ernst­haft zu ü­ber­den­ken. „­Wirt­schaft­lich wäre es ver­nünf­tig, jetzt lie­ber die Pla­nungs­kos­ten ab­schrei­ben, als in ei­ni­ger Zeit die ge­sam­ten sehr hohe In­ves­ti­ti­ons­s­umme zu ver­lie­ren“, regt Hett­wer an. Die BIM werde al­len Land­wir­ten, die ver­gleich­bare Pla­nun­gen er­wä­gen, auf ih­rer neu in­stal­lier­ten In­ter­seite ww­w.­bu­er­ger-mas­sen.­de, wei­tere In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stel­len. Die­ses An­ge­bot soll nach und nach aus­ge­baut wer­den und richte sich auch an die Ein­woh­ner und die Ver­ant­wort­li­chen in Po­li­tik und Ver­wal­tung. „­Nie­mand soll später sa­gen kön­nen, er hätte nicht ge­wusst, wel­che Aus­wir­kun­gen die Er­rich­tung von Agrar­fa­bri­ken auf Um­welt, Na­tur, Ge­sund­heit, Im­mo­bi­li­en­preise und Le­bens­qua­lität hat“, so Hett­wer. Und es gebe i die Mög­lich­keit, hier auch seine Mei­nung zu äußern. Die In­itia­tive sei dem bun­des­wei­ten „­Netz­werk Bau­ern­höfe statt Agrar­fa­bri­ken“ von mehr als 100 Bür­ger­in­itia­ti­ven an­ge­schlos­sen, darü­ber werde man wei­ter mas­si­ven Druck ma­chen für ein Bau­ver­bot von Agrar­fa­bri­ken, für bes­sere Tier­hal­tungs­vor­schrif­ten und für die För­de­rung ei­ner art­ge­rech­ten Nutz­tier­hal­tung in bäu­er­li­cher Hand in le­ben­di­gen Re­gio­nen.“, schließt die Pres­se­mit­tei­lung.

vom 14.10.2010 |

WUNSTORFER STADTANZEIGER (WZA) VOM 14.10.2010:

Genossen mit Nachdruck gegen den Bau einer Hühnermastanlage

KO­LEN­FELD -pot- Die SPD-Ab­tei­lung von Ko­len­feld hat sich ge­gen den Bau ei­ner Hüh­ner­ma­st­an­lage in un­mit­tel­ba­rer Nähe des Or­tes aus­ge­spro­chen. Das ist das Er­geb­nis ei­ner Ver­samm­lung, nach­dem sich die teil­neh­men­den Mit­glie­der in ei­ner leb­haf­ten Dis­kus­sion ü­ber den ge­gen­wär­ti­gen Pla­nungs­stand ei­nes Groß Mun­ze­ler Land­wir­tes aus­ge­tauscht hat­ten.

Nur ganze 500 Me­ter vom Orts­ein­gang Ko­len­feld ent­fernt sol­len zwei je­weils 100 Me­ter große Hal­len mit ei­ner Ge­samt­ka­pa­zität von rund 84.400 Tie­ren er­rich­tet wer­den. Be­den­ken wur­den zur krank­ma­chen­den Fein­staub­be­las­tung der Luft, Ni­trit­be­las­tung des Bo­dens, zur un­an­ge­neh­men Ge­ruchs­beläs­ti­gung so­wie wei­te­rer Fak­to­ren vor­ge­bracht. Sie wür­den die Ko­len­fel­der Be­völ­ke­rung in ih­rer Le­bens­qua­lität stark be­ein­träch­ti­gen und Pläne für eine Wei­ter­ent­wick­lung des Dor­fes deut­lich und nach­hal­tig durch­kreu­zen.

Auch die un­an­ge­mes­sene Tier­hal­tung spielte bei den Dis­kus­sio­nen eine nicht un­we­sent­li­che Rol­le.

­Mit Sorge be­trach­ten die Ge­nos­sen, dass in letz­ter Zeit die Men­schen in der Re­gion Han­no­ver zu­neh­mend zum Zu­schauen beim Bau zahl­rei­cher Ma­st­an­la­gen ver­dammt sind. Ü­ber­all wür­den diese An­la­gen „wie Pilze aus dem Bo­den wach­sen“.

­Mit Land­wirt­schaft, so ei­nige Mit­glie­der, habe das aber bei Wei­tem nichts mehr zu tun. So­lange sich al­ler­dings Ernährungs­ge­wohn­hei­ten und ins­be­son­dere das Käu­fer­ver­hal­ten der Men­schen nicht gra­vie­rend än­de­re, wäre eine der­ar­tige Ent­wick­lung kaum auf­zu­hal­ten.

Ir­ri­ta­tio­nen ver­ur­sachte die Tat­sa­che, dass der Ge­setz­ge­ber bis­her Re­ge­lun­gen ver­mis­sen ließ, die den Kom­mu­nen mehr Ge­stal­tungs­spiel­räume und Mit­spra­che­recht ein­räu­men, der­ar­tige Bau­maß­nah­men im Sinne ih­rer Bür­ger zu be­ein­flus­sen. Das pri­vi­le­gierte Bau­recht von Tier­an­la­gen im Außen­be­reich, wie es das Bau­recht vor­sieht, sähe le­dig­lich die Ein­wen­dungs­mög­lich­keit vor, wenn pla­ne­ri­sche Ab­sich­ten der Kom­mu­nen da­ge­gen spre­chen oder an­dere öf­fent­li­che Be­lange vor­ge­bracht wer­den. Da die ge­plante An­lage zwar in un­mit­tel­ba­rer Nähe Ko­len­felds an­grenzt, aber auf dem Bar­sin­g­häu­ser Ge­biet er­rich­tet wer­den soll, sind die Stadt Bar­sin­g­hau­sen und die Re­gion Han­no­ver für die Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren zu­stän­dig.

Der SPD-Vor­sit­zende Tho­mas Hoyer ap­pel­lierte da­her an die Ver­wal­tung der Nach­bar­kom­mune Bar­sin­g­hau­sen, im wei­te­ren Ver­fah­ren die In­ter­es­sen der Ko­len­fel­der Be­völ­ke­rung in Ab­spra­che mit der Wunstor­fer Ver­wal­tung ent­spre­chend zu berück­sich­ti­gen.

Hoy­er: „Wir be­grüßen, dass sich die Men­schen vor Ort und in Groß Mun­zel deut­lich

zu Wort mel­den und ihre Rechte im Rah­men ei­ner Bür­ger­in­itia­tive durch­set­zen.“

vom 14.10.2010

WUNSTORFER STADTANZEIGER VOM 14.10.2010:

Falsche und verdrehte Fakten genannt

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Angriffe auf ihren Sprecher

GROSS MUN­ZEL (m­k). In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung ver­ur­teilt die Bür­ger-In­itia­tive Mun­zel (BIM) auf das Schärfste die ih­rer Mei­nung nach ins Per­sön­li­che ge­hen­den An­griffe des Vor­sit­zen­den der FDP-Frak­tion im Rat der Stadt Bar­sin­g­hau­sen, Bern­hard Kloc­kow. Der In­itia­tor und Spre­cher der Bür­ger­in­itia­tive Mun­zel, Mi­chael Hett­wer, hatte un­ter an­de­rem alle Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den an­ge­schrie­ben und auf die dro­hen­den Ge­fah­ren, die von der ge­plan­ten Hähn­chen­ma­st­an­lage aus­ge­hen, aus­führ­lich hin­ge­wie­sen. Daran an­sch­ließend hatte er sechs klar for­mu­lierte Fra­gen ge­stellt. Nach­dem Kloc­kow in ei­nem Te­le­fonat mit BI-Spre­cher Hett­wer vor zwei Wo­chen sich selbst als be­zahl­ter Ver­mitt­ler zwi­schen der BIM und dem An­trag­stel­ler, Herrn von Hu­go, ins Spiel zu brin­gen ver­such­te, war ver­ein­bart wor­den, dass nach Rück­frage bei den BI-Mit­glie­dern dem FPD-Frak­ti­ons­chef eine Ant­wort zu sei­nem An­ge­bot zu­ge­hen wür­de. Diese er­folgte am 9. Ok­to­ber und noch am glei­chen Tage er­hielt Hett­wer eine E-mail „­mit falschen und ver­dreh­ten Fak­ten, die man nur als un­fai­ren An­griff wer­ten kann“. Dazu stel­len alle stell­ver­tre­ten­den Spre­cher der BIM, Mike Baade aus Ko­len­feld, Syl­via Qui­rico aus Hol­ten­sen, Pe­ter Heise aus Bar­rig­sen und Axel Os­kar Gehr­mann aus De­den­sen ein­mütig fest: „Herr Kloc­kow ver­sucht un­sere junge Bür­ger­in­itia­tive zu spal­ten. Mi­chael Hett­wer, der sich mit sehr viel En­ga­ge­ment und Herz­blut für die In­ter­es­sen der BI und der ge­sam­ten Be­völ­ke­rung in den be­trof­fe­nen Dör­fern ein­setzt, hat es nicht ver­dient, dass er von Herrn Kloc­kow so her­ab­ge­setzt und in äußerst un­fai­rer Art und Weise an­ge­grif­fen wird. Wenn Herr Kloc­kow oder auch der FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zende in der Re­gi­ons­ver­samm­lung Re­gion Han­no­ver, Die­ter Lüd­decke, nicht auf un­sere ein­deu­tig for­mu­lier­ten Fra­gen ant­wor­ten wol­len oder kön­nen, ist das sehr be­dau­er­lich. Dies müs­sen und wer­den wir natür­lich ak­zep­tie­ren, dar­aus un­sere Schlüsse zie­hen. Ob­wohl die Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­re­rin der FDP-Frak­tion, Sa­bine Pau­li, mit E-mail vom 23. Sep­tem­ber im Auf­trag vom FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den in der Re­gi­ons­ver­samm­lung Re­gion Han­no­ver, Die­ter Lüd­decke, eine „schnellst­mög­li­che“ Be­ant­wor­tung der BIM-Fra­gen zu­ge­sagt hat­te. Wenn Herr Kloc­kow je­doch zu nicht ak­zep­ta­blen Mit­teln im Um­gang mit­ein­an­der greift, wirft das ein schlech­tes Bild auf ihn als selbs­t­er­nann­ter Schlich­ter und auf die FDP in Bar­sin­g­hau­sen so­wie in der Re­gion.“ Kloc­kow müsse sich viel­mehr fra­gen las­sen, wel­che In­ter­es­sen er ver­tritt: Die der be­sorg­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, oder die des pla­nen­den Land­wirts? Die BI Mun­zel sieht sich durch die Vor­ge­hens­weise der FDP Bar­sin­g­hau­sen ein­deu­tig bestärkt in ih­ren Ak­ti­vitäten. Die Re­ak­tio­nen von Kloc­kow wür­den zei­gen, dass sie die rich­ti­gen Fra­gen stel­len. „Un­sere BI wird wei­ter an ei­nem sach­li­chen und freund­li­chen Um­gang fest­hal­ten“. Es gehe nicht dar­um, eine Par­tei schlecht zu ma­chen, als Bür­ger­in­itia­tive ar­beite man ü­ber­par­tei­lig und zum Wohle der Men­schen.

vom 14.10.2010

HAZ CZ 14.10.2010 HÄHNCHENMAST GRÜNE FORMULIEREN RESOLUTION

DLZ 14.10.2010 SEIT GESTERN LÄUFT DIE MAISERNTE FÜR DEN BIOSTROM

DLZ 14.10.2010 GRÜNE FORDERN RERSOLUTION GEGEN MASSENTIERHALTUNG