„Massives Antibiotikaproblem in der Massentierhaltung“ – Studie belegt: 96,4 % aller Tiere erhielten Antibiotika

Der Landwirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, hat heute (15.11.2011) die bundesweit erste Studie zum Medikamenteneinsatz in der Hühnermast vorgestellt.

Das erschreckende Ergebnis der wissenschaftlich fundierten und groß angelegten Studie: 96,4% aller Tiere erhielten Antibiotika.

Remmel dazu wörtlich: „Wir haben ein massives Antibiotika-Problem in der Massentierhaltung“!

Die gesamte Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ist auf dem nachfolgenden Link (bitte anklicken) nachzulesen:

Die komplette Studie ist auf nachfolgendem Link einsehbar (bitte anklicken):

Seit Jahren bereits weist der ausgewiesene Fachmann und Praktiker, Dr. Hermann Focke, Leitender Veterinärdirektor i.R., auf den Antibiotikamissbrauch in der Massentier-haltung hin.

Als ehemaliger Leiter eines der größten Veterinärämter in Deutschland hat Focke in seinem sehr lesenswerten und verständlich verfassten Buch „Die Natur schlägt zurück“ (Verlag: Pro BUSINESS 2010, Berlin) mit dem Untertitel „Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt“ auf die großen Gefahren hingewiesen, die sich aus der ungebremsten Antibiotikagabe in der agrarindustriellen Tiermast ergeben.

Experten in Politik und Verwaltung, wie z.Bsp. der Agrarminister von Niedersachsen sind informiert gewesen und haben geschwiegen, anstatt die Ihnen anvertraute Bevölkerung vor Schaden zu bewahren. Ob hier die Nähe der Agrarlobby eine Rolle spielte?

Dr. Hermann Focke dazu am Schluss seines o.e. Buches: “ Es gibt keinen Erkenntnismangel, es gibt ein Handlungsdefizit“.

Der Zusammenhang von Antibiotika in der Tiermast und den Resistenzen beim Menschen (Stichwort MRSA) ist wissenschaftlich erwiesen.

Der Tod von Zehntausenden von Menschen allein in Deutschland ist auf MRSA zurückzuführen. 

Und die Politik und Bürokratie – gerade in Niedersachsen, der Region mit der höchsten Tierdichte in ganz Europa – scheint tatenlos zuzuschauen. 

Nachfolgend weitere Berichte der Medien:

 

 

 

 

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