Leserbrief Michael Hettwer zur Ausladung der Wietzer Kommunalpolitiker durch Rothkötter

Artikel 5 des Grundgesetz sagt in Satz 1 „ Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern…“. Diese verbürgte Meinungs- und Demonstrationsfreiheit scheint der Agroindustrielle Rothkötter nicht gelten zu lassen, wenn es sich um ihn und seine geschäftlichen Aktivitäten handelt.

Wie sonst ist zu erklären, dass er gewählte Vertreter des Gemeinderats von Wietze von einer vorher vereinbarten Besichtigung seines (?) Schlachthofes für unerwünscht erklärt, augenscheinlich weil diese mit den jungen Menschen, die eine Mini-Demo anlässlich des Besuches der Wietzer Kommunalpolitiker nutzten, um gegen Europas größten Geflügelschlachthof zu demonstrieren? 

Dieses skandalöse und ungehörige Vorgehen von Rothkötter allein ist schon ein unglaublicher Akt,  zeigt es allerdings, dass das Nervenkostüm des Agro- industriellen Rothkötter deutlich strapaziert zu sein scheint. Es wird aber noch durch das Vorgehen vom Bürgermeister von Wietze, Klußmann (CDU), der in seiner Funktion als oberster Verwaltungschef der Gemeinde Wietze zur Neutralität (und übrigens auch zur Einhaltung der Gesetze) verpflichtet ist,  getoppt:

Anstatt sich mit seinen Gemeinderatskollegen zu solidarisieren und gegen diese Form der Einschränkung der persönlichen Meinungsfreiheit und Demokratie zu protestieren, macht sich Klußmann zum Erfüllungsgehilfen von Rothkötter und teilt dienstbeflissen den beiden grünen Mandatsin- habern mit, dass sie an der Besichtigung nicht teilnehmen können!

Merke: Agrarindustrie scheut augenscheinlich die Diskussion und scheint die im Grundgesetz verbürgten Grundrechte nicht für Andersdenkende gelten zu lassen. Sich aber von der Allgemeinheit der Steuerzahler alimentieren zu lassen, dabei genieren sie sich nicht.

Und der zur Neutralität verpflichtete Bürgermeister Klußmann assistiert dienstbeflissen!

Pfui Deibel, Herr Rothkötter  – pfui Deibel, Herr Klußmann!“

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, BIM - Munzel, Bürgerinitiativen, Politik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.