Leiharbeiter mit falschen Versprechen gelockt – Dumpinglöhne in Schlachthöfen im Südoldenburger Land

Als wenn es zum geplanten Geflügelschlachthof der Fa. WIESENHOF in Wietzen passen würde (denn auch dort werden mutmaßlich ausländische Arbeitnehmer zu mutmaßlichen Niedriglöhnen zur Arbeit im Schlachthof mit ausländischen Kleintransportern gefahren), kommt heute die Recherche des NDR an das Licht der Öffentlichkeit: Leiharbeiter werden ausbeuterischen Löhnen in Schlachtzerlegungsbetrieben im Südoldenburger Land (dort wo die meisten Mastställe der Agrarfabriken stehen) beschäftigt.

Und die Gemeinden müssen noch aus Steuermitteln fast 50 % dieser Niedriglöhne an die quasi Sklavenarbeiter (die gerade mal 5,– € die Stunde erhalten, Überstunden unbezahlt ableisten müssen keine Krankenversicherung haben und denen auch noch die amtlichen Papiere abgenommen werden) bezahlen, damit sie überhaupt überleben können.

Das ist Manchester-Kapitalismus in Reinkultur und gehört sofort gestoppt. Die Verantwortliche und Ihre Hintermänner gehören mit aller Härte bestraft.

Wieder ein weiterer Beweis, dass das System der Agrarindustrie und ihrer Lobbyisten (auch Einflüsterer genannt) augenscheinlich nur mit Subvention und an der Grenze der Legalität (und manchmal auch außerhalb) funktioniert.

Nachfolgend der Bericht des NDR:

 

 

 

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4 Antworten auf Leiharbeiter mit falschen Versprechen gelockt – Dumpinglöhne in Schlachthöfen im Südoldenburger Land

  1. Hela Erenpreiss sagt:

    Hier scheint der dunkelste Mittelalter zu herrschen!!!! Wo die Armen ausgebeutet
    wurden,für Hungerlohn schwerst Arbeit zu verrichten. Kaum zu glauben,dass heutzutage noch soetwas gedultet wird,leider!!!!!

  2. Alexander Zilz sagt:

    Niedriglöhne und illegale Arbeitnehmerüberlassung sind in der Fleisch verarbeitenden Indutrie schon lange ein Thema. Der NDR und die ARD haben hierüber schon mehrfach berichtet. Wer sich einmal die Mühe macht und zum Großschlachthof in Oldenburg, Ortsteil Tweelbäke fährt, um dort besipielsweise ein Picknick im Auto einzunehmen, wird feststellen, dass auch dort aus Osteuropa stammende ausländische Mitbürger in Kleinbussen zum Schichtwechsl angekarrt werden. Das ist mir zumindest einmal im letzten Jahr (2011) aufegallen, als ich dort zufällig zum besagten Schichtwechsel vorbeigafahren bin. Diese Praktiken werden von der Politik offensichtlich mehr mit Wohlwollen als mit Besorgnis zur Kenntinis genommen.

  3. Der Landrat des LK Celle behauptet nach wie vor:

    „Der Schlachthof in Wietze ist eine Erfolgsstory“
    Fragt sich nur für wen!

    Über die Entlohnung der Arbeitnehmer, deren Arbeitszeiten und die weitere Ausgestaltung ihrer Arbeitsplätze liegen nur pauschale Aussagen vor, die eine scheinbar „heile Welt“ darstellen.
    Es ist allerdings kaum vorstellbar, dass Rothkötter kostenintensiver produziert als die PHW-Gruppe.

  4. Pingback: Falsche Bio-Eier, Pferdefleisch in der Lasagne, Antibiotika im Hühnerfleisch und Dioxin in Eiern – Das System der Agrarindustrie – ein Kommentar von Michael Hettwer | Landesnetzwerk Niedersachsen

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