Hintergrundinformation: Die „Hähnchenblase“ – Die Krise der Geflügel-Agrarindustrie

Die „Hähnchenblase“ – Die Krise der Geflügel-Agrarindustrie

 

Bürgerbewegung nutzt ökonomische und politische Probleme der Konzerne

 

 

Eine Welle beantragter Agrarfabriken geht einher mit einer Überproduktionskrise auch in der agrarindustriellen Geflügelbranche – aber auch mit einer bundesweiten Welle gesellschaftlichen Widerstands dagegen, mit einer politischen Debatte um Nutztierhaltung und Agrarpolitik und mit neuen politischen Initiativen für eine artgerechte Tierhaltung in bäuerlichen Strukturen. 

  Vertragsmast – Abhängigkeit und Selbstausbeutung

Geflügelkonzerne beherrschen seit den 60er Jahren den wachsenden Markt für Geflügelfleisch, insbesondere von Masthähnchen. Südoldenburger Firmen wie  Wesjohann („Wiesenhof“), Stolle und Sprehe („Alfra“, „Astenhof“) wuchsen im Oligopol und übernahmen nach 1990 viele ehemalige DDR-Kombinate „Industrielle Mast“. 

 

Während die Eierkonzerne einen Großteil ihrer Stallanlagen auf Lohnarbeitsbasis betreiben, setzen die Hähnchenkonzerne vor allem auf Vertragsmast durch formal unabhängige Landwirte. In dieser „vertikalen Integration“ beherrscht der Konzern („Integrator“) alle Stufen: die Belieferung mit Küken aus eigenen Brütereien und mit Futter aus eigenen Futterwerken, die Abnahme und Verarbeitung der Schlachttiere (je nach Leicht- oder Schwermast nach 30 bzw. 40 Tagen).

Der „Integrator“ macht alle wesentlichen Vorgaben für die Produktion. Die Vertragsmäster finanzieren ihre Ställe auf eigenes Risiko mit 550.000 bis 600.000 Euro für die Standardeinheit von knapp 40.000 Tieren (1). Die Mäster tragen das Produktionsrisiko und werden bei Skandalen als Sündenböcke benutzt. Sie betreiben zum erheblichen Teil unentlohnte Selbstausbeutung beziehungsweise müssen Geld dazulegen. Laut den Betriebszweig-Auswertungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2) kann etwa ein Viertel der Betriebe seit vielen Jahren nicht einmal den vollen Lohnanspruch erwirtschaften (im Wirtschaftsjahr 2010/11 galt dies sogar für den Durchschnitt der Betriebe). Ein Durchschnittsgewinn von 6 Cent pro Masthuhn und Mastdurchgang bedeutete bis vor kurzem (vor Erreichen der Selbstversorgung) bei einem 40.000er-Stall und 7,5 Mastdurchgängen im Jahr (also 300.000 Tieren pro Jahr) einen Jahresgewinn von 18.000 Euro und eine magere Rendite von 3 Prozent auf die Investitionssumme (3).

Vertragslandwirte tätigen ihre Investitionen in der Hoffnung, zu den 25% „Besten“ zu gehören – was ja per se für die allermeisten Mäster nicht aufgehen kann. Und weil Mehrheit der Mäster ja nicht wirklich „schlecht“ sondern lediglich unterdurchschnittlich arbeitet, nutzen diese Hoffnung und die Selbstausbeutung dem Konzern. Je nach Vertragsdauer ist ein Wechsel zu einem anderen Integrator zwar möglich, aber in seinen Auswirkungen begrenzt: wegen ähnlicher Strukturen in allen Konzernen und oft auch wegen der räumlichen Ferne eines anderen Schlachthofs (ein Fall für´s Kartellamt?).    

 

Grenzen des Verbrauchs

Seit etwa zehn Jahren wächst der Markt für Geflügelfleisch nur noch verhalten: Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Hähnchenfleisch (2010: 11,4 kg) wuchs im Durchschnitt der letzten zehn Jahre nur noch um 320 Gramm bzw. um 4% (4). Bei diesem begrenzten Zuwachs wird es im „Schweinefleischland“ Deutschland auch maximal bleiben, trotz Hinweisen der Geflügellobby auf den höheren Verbrauch in anderen Ländern (5). Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland und der EU liegt mittlerweile deutlich oberhalb von 100 % (6). Die Importe aus Brasilien und den USA bestehen vor allem aus gefrorener Billigstware und „Geflügelfleisch-Zubereitungen“ für Fertiggerichte – dieses Niedrigpreis-Marktsegment ist für die hiesigen Hähnchenkonzerne zu hiesigen Produktionskosten ohnehin uninteressant (7).         

Gerechnet in 40.000er-Stalleinheiten, gibt es in Deutschland knapp 2.000 Masthähnchenanlagen (8). Bei einem geschätzten  künftigen Verbrauchszuwachs von weiterhin 4 % könnte das Marktgleichgewicht also maximal 80 zusätzliche Ställe (2.000 x 4%) verkraften. Derzeit werden jedoch (geschätzt) 900 Stalleinheiten geplant, beantragt oder gebaut: Allein im Hähnchen-Ballungsraum Landkreis Emsland liegen Anträge auf weitere 11 Millionen Mastplätze (275 Ställe) vor (9), der Rothkötter-Konzern will seinen Schlachthof in Wietze von 400 Ställen beliefern lassen (10). Die Überproduktionswelle rollt.  

 

 

Hähnchenblase und Verdrängungswettbewerb

 

Diese „Hähnchenblase“ ist hauptsächlich durch das Eindringen neuer Konzerne in den Hähnchenmarkt entstanden. Rothkötter („Emsland-Frischgeflügel“) aus Haren/Ems, ursprünglich ein Futtermittelkonzern, hat – mit welchem Geld auch immer – in wenigen Jahren seinen Marktanteil auf gut 20 Prozent gesteigert und setzt jetzt mit dem Neubau seines Mega-Schlachthofs in Wietze bei Celle zu einem weiteren Verdrängungskampf an (11). Der holländische Plukon-Konzern („Friki“), mittlerweile vom Finanzinvestor Gilde BuyOut übernommen, hat kürzlich den Stolle-Konzern einfusioniert. Die ostdeutschen Dependancen des französischen Doux-Konzerns („Gutsgold“) wurden jüngst geschlossen. In diesem ruinösen Kampf um Marktanteile und Vorherrschaft halten Wesjohann und Sprehe mit dem Ausbau eigener Kapazitäten dagegen.

 

Diese „Hähnchenblase“ setzt alle europäischen Geflügelkonzerne unter Preisdruck: Doux, LDC, Gastronome und Unicopa (Frankreich), AIA und Amadori (Italien), Grampian Country Foods und 2-Sisters (Großbritannien), Plukon und Storteboom (Niederlande) sowie Rose Poultry (Skandinavien). Auch Europas größter Fleischkonzern Vion hat in Großbritannien bereits Hähnchen-Kapazitäten geschlossen bzw. reduziert (12) – kein Grund für Werner Hilse (als Vion-Aufsichtsrat  und niedersächsischer Landvolk-Präsident) für Warnungen vor dem Einstieg in diese Branche.

 

Drittlands-Exporte überschüssiger Ware sind für deutsche und EU-Geflügelkonzerne allenfalls ein Weg zur Begrenzung von Verlusten. Auf dem Weltmarkt dominieren brasilianische und US-Großkonzerne, die zwar aus strategischen und fleischhygienischen Gründen nicht auf den EU-Markt drängen (können), die aber zu wesentlichen günstigeren Bedingungen produzieren und Märkte wie Russland  beliefern – solange diese Importländer nicht Selbstversorger sind (13).

 

 

„Zusammenbruch ganzer Produktionsketten“   

 

Abgewälzt werden die Überschuss-Probleme deshalb weitgehend auf die hiesigen abhängigen Vertragsmäster. In der Putenbranche forderten Erzeugergemeinschaften ihre Mitglieder bereits auf, sich wegen der Absatzprobleme für eine Form der Produktionseinschränkung zu entscheiden – also für zeitweise leer stehende Ställe bei weiter laufenden Kreditkosten (14). Was vorliegende Betriebszweig-Auswertungen der vergangenen Jahre noch nicht ausweisen: Kaum ein Neueinsteiger in die Hähnchenmast dürfte derzeit auch nur einen Cent verdienen: Die dramatisch gestiegenen Futterkosten können nicht vollständig in Form höherer Preise für Masthähnchen weitergegeben werden, die Konzerne drücken ihre Fleisch-Überschüsse durch Sonderangebote in den Markt (15).

 

Professor Windhorst, ehemaliger Leiter des ISPA-Institut an der Uni Vechta hat eine ähnliche Warnung vor ruinösen Überschüssen im „DGS Magazin“ (16) veröffentlicht, dem offiziellen Organ des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG). In seiner Analyse beziffert er die Erweiterung der Schlachtkapazitäten in der Hähnchenbranche auf „weit mehr als das Doppelte des wahrscheinlichen Zusatzbedarfs“. Schon 2011 (danach noch verstärkt) werde somit weit über die Aufnahmefähigkeit der deutschen, der europäischen und voraussichtlich auch der internationalen Märkte hinaus produziert werden. Infolge dieser Überschüsse werde in der ganzen Produktionskette bald kein Geld mehr verdient werden. Es werde „zu einer Reduzierung der Kapazität kommen oder auch zu einem Zusammenbruch ganzer Produktionsketten“, zur Unterauslastung oder einem Zusammenbruch von Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben sowie zu Preisdruck, Vertragskündigungen und Liquiditätsproblemen der Vertragsmäster. 

 

Ein wachsendes Problem sieht Windhorst auch im Widerstand gegen eine weitere Verdichtung bzw. Neuerrichtung von Mastanlagen. Dieser komme „nicht nur von Tier- und Umweltschutz-Organisationen, sondern auch von der nicht in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung sowie von Landwirten selbst“.  

 

Windhorst erntete für seine ehrliche Analyse deutliche Kritik aus agrarindustriellen Kreisen (17). Der ZDG, zugleich Mitglied im Bauernverband, reagiert auf öffentliche Kritik vor allem mit einer Beschönigungs- und Verharmlosungs-PR (18). Auch der so genannte „Bundesverband bäuerlicher Hähnchenmäster“, der bezeichnenderweise Mitglied im ZDG ist, fällt in der Öffentlichkeit mehr auf durch seine Kritik an kritischen Berichten über die agrarindustrielle Hähnchenmast als durch die Thematisierung der prekären Lage seiner Vertragsmäster (19).

 

Was treibt die Stall-Investoren?

 

Den allermeisten Landwirten ist der Einstieg in die Abhängigkeit und in eine gesellschaftlich inakzeptable Qualhaltung der Tiere keine Überlegung wert. Denn mit bäuerlichen Prinzipien grundsätzlich unvereinbar ist eine agrarindustrielle Haltung unter Konzernkontrolle,
– bei der Tiere wie Sachen einer kostenminimalen Haltungstechnik angepasst werden,
– bei der die Tiere einseitig auf Brustfleisch qualgezüchtet sind,
– bei der Skelett und Herz-Kreislaufsystem leiden und eine längere Mast- und Lebenszeit gar nicht aushalten würden,
– bei der 20 Tiere auf einem Quadratmeter stehen, die ganze Zeit auf eigenem Kot, mit 70 bis 100 % Fußballenentzündungen, mit durchschnittlich 2,3 Antibiotika-Gaben binnen 30-40 Tagen,
– bei der die Ausbreitung von Salmonellen und antibiotika-resistenten MRSA-Keimen gefördert wird,
– bei der belasteter Hühnertrockenkot ausgebracht wird,
– bei der massive Geruchs- und Keim-Emissionen die Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität belasten und den Bau der Ställe von Berufskollegen verhindern,
– bei der die Fütterung weitgehend auf (Gentech-)Soja-Importen beruht und
– bei der die Dumpingexporte minderwertiger Geflügelteile die Bauern in afrikanischen Ländern verdrängen.    

 

Derzeit wollen viele Investoren noch rechtzeitig vor den absehbaren gesetzlichen Einschränkungen einen Stall „durchziehen“, viele befürchten auch, dass Wettbewerber ihnen mit einem Stallbau zuvorkommen und dass dann dadurch die zugelassenen Obergrenzen für Emissionen ausgeschöpft sein könnten. Viele Investoren dürften „Strohmänner“ der Konzerne sein: Ein Landwirt bei Celle machte öffentlich, dass Bauern von Schlachtkonzern-Vertreter Geld geboten wird, wenn sie als Strohmänner für konzerneigene Ställe die Bauanträge durchbringen (20)
Auch wenn unter den Investoren etliche landwirtschaftliche Familienbetriebe sind – in diesem Betriebszweig produzieren sie agrarindustriell unter Konzernkontrolle. Das Argument, das „zweite Standbein“ Hähnchenmast stabilisiere bäuerliche Familienbetriebe, ist falsch: Man rettet die Unabhängigkeit und auch die Rentabilität von Familienbetrieben nicht, wenn sie zu einem Kettenglied agrarindustrieller Konzern-Produktion werden.     

 

All diese Fakten werden von Geflügel- und Bauernverbandslobby kaum publiziert oder sogar falsch dargestellt. So wird die ruinöse Produktionssteigerung (also das Problem) als „Zuwachs“ (als Erfolg) gefeiert. Nichtssagend die Aussage, die Ware fließe „zügig ab“: Ware fließt immer ab, wenn man den Preis entsprechend senkt.

Viele defizitäre Mäster verkaufen ihre Ställe unter der Hand billig an andere Mäster weiter, die dann zunächst einmal geringere Aufwendungen haben. Manche Mäster haben nach erfolgter Abschreibung alter Ställe eine Zeitlang geringere Kosten. Aber diesen Vorteil haben die Neueinsteiger in den Hähnchenmarkt eben definitiv nicht. 

 

Für Landwirte, die nicht über Flächenzupacht wachsen können oder in bisherigen Produktionszweigen Probleme haben, ist der Einstieg in die Hähnchenmast deshalb  kein „rettender Strohhalm“, sondern ein Verlust-, Abhängigkeits- und Konfliktbringer. Gräben in den Dörfern können auch ganz praktisch teuer werden.

 

 

Bürgerdruck verschärft Probleme der Konzerne

 

Mittlerweile verhindert ein Netzwerk von Bürgerinitiativen und Verbänden viele Genehmigungen und schreckt potentielle Mäster ab. Der vom Bauernverband unterstützte und von Niedersachsen mit 6,5 Millionen Euro geförderte Rothkötter-Schlachthof in Wietze findet trotz massiver Anwerbeveranstaltungen (unter Beteiligung der Landwirtschaftskammer) im Umkreis nicht genügend Vertragsmäster (21): 100 wären für die erste Produktionsstufe nötig und 400 für die Endausbaustufe – anwerben konnte Rothkötter bisher (geschätzt) erst wenige Dutzend. Insidern zufolge sollen deshalb sogar 40 bis 50 Ställe im fernen  Dänemark angeworben worden sein – angesichts der Rentabilitätsschwelle für Transporte (150 km) eine teure Notlösung. Klagen gegen den Schlachthof beziehen sich zudem auf Fehler bei der Baugenehmigung (22).

 

Offen bleibt, ob weitere und ggf. welche Geflügelkonzerne beim laufenden Verdrängungskampf auf der Strecke bleiben werden.

EU-Vorgaben und Bürger setzen die agrarindustrielle Qualhaltung auch politisch unter Druck, nicht nur in Deutschland sondern auch in den Niederlanden und anderen EU-Ländern. Gutachten der EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) kritisieren Haltungsformen und die einseitige Zucht auf schnelles Wachstum und die dadurch mit verursachten Probleme mit Skeletterkrankungen, Lahmheit, Kontaktdermatitis, unregelmäßigen Körperformen und plötzlichem Herztod. Es seien Tierschutz-Indikatoren zu entwickeln und zu überwachen (23) 

 

Niedersachsens Landesregierung reagiert mit einem Tierschutzplan, der bis 2018 Verbesserungen durchsetzen soll. In der Politik diskutiert man über die Abschaffung der Bau-Privilegierung von Gewerbe- und Großmastanlagen, über Keimschutz- und Brandschutz-Gutachten, über Reduzierungsprogramme von Antibiotika, über die Auswirkungen auf das Grundwasser, über hygienische und soziale Bedingungen in den Schlachtereien, über Gentechsoja-Importe und über Geflügelfleischexporte in afrikanische Länder.

 

 

Tierschutz-Siegel und Ordnungspolitik

 

Während in der EU und auf deutscher Ebene die Verhandlungen um ein staatliches Tierschutzsiegel stocken, verhandelt der Deutsche Tierschutzbund mit Masthühner-Konzernen um die Einführung eines privaten zweistufigen Tierschutzsiegels. Beim Silber-Label geht es vor allem um mehr Platz, begrenzte Gewichtszunahmen und einen Kalt-Scharr-Raum. Der Wesjohann-Konzern kündigte als erster an, neben seinem „Wiesenhof“-Programm eine Marke „Privat-Hof“ einzuführen und dafür das Siegel des Tierschutzbunds zu beantragen (24). 

 

Allerdings fehlen bei den neuen Siegeln bisher noch Tierzahl-Obergrenzen wie im „Neuland“-Programm, so das Emissionen ein Problem bleiben, bäuerliche Betriebsstrukturen nicht selbstverständlich sind und alternative Vermarktungs- und Direktvermarktungs-Strukturen massiv unter Druck geraten können. Skandale in den agrarindustriellen Bereichen der beteiligten Schlacht- und Geflügelkonzerne können auch auf deren „Siegel“-Produkte abfärben. Eine höhere Rentabilität und Unabhängigkeit für die teilnehmenden Landwirte ist nicht gesichert.  
Siegel-Programme können die aktuell anstehende Durchsetzung einer flächendeckend artgerechten Tierhaltung und das generelle Verbot agrarindustrieller Haltungsformen und Strukturen nicht ersetzen.

 

 

Folgerungen und Forderungen:

Die Hähnchenblase macht die ruinöse Abhängigkeit der Mäster unübersehbar, dies kann beim Widerstand gegen neue Mastställe genutzt werden.

– Zumindest Anlagen oberhalb der Grenzen des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes (15.000 Hennen-, 30.000 Mastgeflügel- und 15.000 Truthühnerplätze) dürfen nicht mehr genehmigt werden, bestehende Anlagen sind zu verkleinern und auf artgerechte Haltung umzubauen.

– Investitionen für Großschlachthöfe, Agrarfabriken und Überschussprodukte sind nicht mehr zu fördern – stattdessen nur noch Stallbauten für eine konzernunabhängige, bäuerliche und artgerechte Tierhaltung sowie handwerkliche und regionale Verarbeitung.
Eckehard Niemann

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft – AbL

 

 

Literatur:

(1) Henning Pieper, LWK Niedersachsen, „Lohnt Hähnchenmast?“ in Ldw. Wochenblatt Westfalen-Lippe 43/2011, Seite 23f
(2) ebenda; Silke Schierhold, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Kosten und Leistungen in der Hähnchenmast, Präsentation bei der DLG-Wintertagung am 9.1.2008; dieselbe: Betriebszweigauswertungen in der Hähnchenmast, Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, 24.6.2009 bzw..12.4.2011;
(3) Geflügeljahrbuch 2012, Stuttgart 2011, dort: Seite 62, Tabelle 2.5, Gewinnberechnung Broilermast LWK Hannover 2007/08 und 2008/09

(4) Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch von Jungmasthühnern in Deutschland lag 2000 bei 8,2 kg (de.statista.com) und 2010 bei 11,4 kg (MEG-Marktbilanz Eier und Geflügel 2011, Stuttgart 2011, S. 20)

(5) „Verbrauch von Hähnchenfleisch in Deutschland klar unter EU-Schnitt“ von „Marktinfo Eier & Geflügel“, zitiert in „Land & Forst“ vom 25.9.2009

(6) Prof. Hans-Wilhelm Windhorst, „Hähnchenfleischerzeugung – Wachstum als Risiko?“ in DGS Magazin 35/2010, Seite 16

(7) Land & Forst 44/2010, S, 29

(8) Laut MEG-Marktbilanz Eier und Geflügel 2011 (s.o.) gab es 2007 bereits 59,2 Millionen Masthühnerplätze (S. 121)

(9) Landrat Bröring laut Neue Osnabrücker Zeitung vom 22.10.2010 („Kreis verlangt Keimgutachten“)

(10) Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 10.1.2011

(11) Wikipedia „Emsland Frischgeflügel“ Stand 2.11.2011

(12) BBC News 2.8.2011

(13) Aline Veauthier und Hans-Wilhelm Windhorst, Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und niedersächsischen Geflügelfleischerzeugung, Vechta2011, S. 37ff

(14) Pressemitteilung der AbL Niedersachsen vom 2.2.2011 mit Hinweis auf ein Fax der Putenerzeugergemeinschaft (PEG) Ahlhorn GmbH vom 25.1.2011

(15) siehe hierzu die Abb. Zur „Entwicklung von Erzeugerpreisen und Mastfutter am Hähnchenmarkt“ in MEG-Marktbilanz Eier und Geflügel 2011, S, 144

(16) DGS Magazin Ausgabe 35/2010, S. 15ff

(17) Land & Forst 44/2010: „Rothkötter auf Gegenkurs zu Windhorst“

(18) siehe ZDG-Internetseite: Presse/Standpunkte

(19) agrarheute vom 13.1.2010: „Landwirtschaftliche Hähnchenaufzucht nicht pauschal verunglimpfen“

(20) Cellesche Zeitung, 12.11.2010.
(21) ebenda
(22) Neue Osnabrücker Zeitung vom 8.9.2011

(23) EFSA, Pressemitteilung vom 28.7.2010

(24) Informationen bei einer Veranstaltung der Universität Göttingen am 30.6.2011 und agrarheute am 26.8.2011: „Privathof-Geflügel – Wiesenhof stellt neue Haltungsform vor“

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