„Der Schweinebaron“ – Über das Unwesen des Adrianus van Straathof

Über den wohl größten agroindustriellen Schweinehalter in Europa, Adrianus van Straathof, und sein Geschäftsgebaren, dass bereits schon sehr viele Bußgelder, Ermittlungsverfahren und Verstöße gegen behördliche Auflagen, Bestimmungen und Gesetze nach sich gezogen hat, berichtet der TV-Film „Der Schweinebaron“ von Thomas Kasper, den er als Produktion von SPIEGEL TV für die WDR-Reihe „Die Story“ gedreht hat.

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2 Antworten auf „Der Schweinebaron“ – Über das Unwesen des Adrianus van Straathof

  1. klaus schäffner sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren, wir wohnen im Emsland und haben eine ähnliche Situation.
    Die Sendung auf 3 Sat wirft für uns viele Fragen auf.
    1. kann ein Unternehmer sich einfach über alle gesetzlichen Regelungen hinwegsetzen?
    2. Haben die Bürger, die unmittelbar betroffen sind, keinerlei Rechte?
    3. wer bekommt für ein so skandalöses Verhalten eines „kriminellen“ Unternehmers möglicherweise Geld?
    4. wie abhängig sind die Mecklenburg-Vorpommerschen Behörden von diesem arroganten Typen?
    Entschuldigung, aber da ist mir ein Uli Hoeneß zehntausend mal lieber

    mit Freundlichen Grüßen
    Klaus Schäffner

    • BIM-Mike sagt:

      Hallo Herr Schäffner,

      zu Ihren Fragen:

      1. Natürlich kann sich ein Unternehmer nicht so einfach über gesetzliche Regelungen hinwegsetzen. Nur, man muss es ihm nachweisen und dann die Behörden beharrlich auf die Verletzungen hinweisen. Zur Not muss man Anzeige erstatten oder sogar klagen (Kostenrisiko).
      2. Doch, die unmittelbr betroffenen Bürger haben Rechte. Nur, auch diese müssen u.U. erst vor gericht durchgesetzt werden (Kostenrisiko).
      3. Das ist Spekulation. Nur, es gibt etliche Menschen, die glauben, dass das System der Agrarindustrie mit mafiösen Strukturen durchzogen ist. Nur, man muss beweisen könne, dass Korruption im Spiel ist. Acuh wenn es noch so offensichtlich ist, sollte man mit direkten Anschuldigen ohne hieb- und stichfeste Beweise zurückhaltend sein.
      4. Wenn es politisch gewollt ist, Agrarimndustrie zu fördern (wie durch den MVP-Agrarminister (und, wie viele meinen, einen der obersten Agrarlobyyisten) Till Backhaus, glauben einige Behrödenmitarbeiter in nachgeordneten Behörden, dass man (fast) alles akzeptieren muss, was so ein „Schweine-Baron“ macht. Langsam setzt sich aber – auch dank der Medienberichterstattung und des massiven Protests vieler Menschen – der Gedanke durch, dass man kriminellen Machenschaften einen Riegel vorschieben muss.

      Der Vergleich zu Hoeneß hinkt ein wenig: Hoeneß ist ein verurteilter krimineller Steuerhinterzieher, der die Staatskasse geprellt hat. Der „Schweine-Baron“ hat bislang „nur“ gegen Auflagen und Bestimmungen verstoßen (und gegen ihn wurden Bußgeldern im 7-stelligen Bereich verhängt). Dass seine Form der Fleischproduktion durch Keime das Leben von Menschen gefährdet und durch die Gülleausbringung die Umwelt massiv schädigt, würde m.E. eine deutlich höhere Strafe von 3 Jahren und 6 Monaten Haft rechtfertigen. Nur, man muss es ihm nachweisen.

      Insofern kann ich Ihren Vergleich zu Hoeneß nachvollziehen.

      Herzliche Grüße

      BIM [BürgerInitiative Munzel] e.V.

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