Chef der Geflügelzüchter unterschreibt gegen Massentierhaltung

Zu Beginn des Neuen Jahres erreichte uns eine eher wunderbar anmutende Geschichte: Der Chef des Niedersächsischen Geflügelzüchterverbandes – er wird auch als Cheflobbyist der Geflügelzüchter tituliert – hat sich doch tatsächlich als Gegner der Massentierhaltung geriert.

Glaubt man zumindest dem Artikel der taz vom 08.12.2012 ist er anlässlich einer Veranstaltung mit seiner Unterschrift gegen die Errichtung einer Massentierhaltungsanlage in einem Landschaftsschutzgebiet im Landkreis Holzminden eingetreten.

Ob die mittlerweile erfolgte Ablehnung einer agrarindustriellen Hühnermastanlage seitens des selben Landkreis als Genehmigungsbehörde durch die gewichtige Unterschrift des Verbandsfunktionärs in Sachen Massentierhaltung den entscheidenden Ausschlag für die Ablehnung gegeben hat, ist unbekannt.

Und natürlich sind Hühner Hühner und nicht Ziegen, aber Massentierhaltung bleibt auch Massentierhaltung.

Und dass Herr Hoffrogge diese ablehnt, hat er bemerkenswerter Weise mit seiner Unterschrift dokumentiert. Ob dies nun der Beginn einer wunderbaren Wandlung auf Seiten der Niedersächsischen Geflügelzüchter ist? Es bleibt abzuwarten…

Übrigens: der Verfasser dieser Zeilen war bei diesem denkwürdigen Akt dabei und kann bestätigen, dass Herr Hoffrogge bei vollem Verstand war als er auf der Unterschriftenliste (aus Datenschutzgründen zum Teil unkenntlich ge-macht) freiwillig unterschrieben hat!

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